Band 
Vierter Bnad.
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Sechzehntes Buch.

EilfteS Kapitel.

Weitere Versuche, den Orden der Jesuiten wieder herzustellen.

Es blieb inzwischen bey diesen theilweisen Versuchen nicht.Man schritt von Zeit zu Zeit weiter. Das Interesse, welchesdie Bourbonischen Höfe vor kurzem noch harten, sich derWiederherstellung des Jesuitenordens zu widersetzen, warnicht mehr vorhanden, oder doch wenigstens durch das in ih-ren Augen weit wichtigere Interesse ihrer Selbsterhaltung ver-drängt. Die Französische Revolution hatte einen so wild-ausschweifenden Charakter angenommen, daß es wohl keinWunder war, wenn den Monarchen jedes Mittel, ihre Ruhezu sichern, willkommen seyn mußte. Schlauen Menschen ge-lang cS zu dieser Zeit sogar, protestantischen Regenten eineArt von Vorliebe für die stockblinde Sklaverey einer abge-schmackten Mönchsreligion beyzubringen. Weniger Mühemag es wohl noch gekostet haben, sie für das Interesse derJesuiten zu gewinnen, deren Erzichungskunst damals überGebühr und gegen alle Wahrheit als unverbesserlich gerühmtwurde.

So günstige Gesinnungen mußten dem Papste Pius VI.überaus willkommen seyn. Ohnehin war der Zwang, womiter der Bourbonischen Höfe wegen so lauge Zeit seine Vorliebefür die Jesuiten verbergen mußte, nur lästig für ihn. Nebstdem hatte er ein fast noch viel größeres Interesse , als dieweltlichen Souveraine, dem gewaltigen Strome der Franzö-sischen Revolution einen Damm entgegen zu setzen. Für ihnwar die Wahrscheinlichkeit, bey einer Gegcnrevoluzivn dasVerlorne wieder zu gewinnen, viel geringer, als für dieweltlichen Regenten. Meinungen, die nuchso lange bestehen,als grobe Vvrnrtheile sich halten können, wenn sie einmal