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Naturgeschichte der Säugethiere von Paraguay / von J.R. Rengger
Entstehung
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SIEBENTE ORDNUNG. RUMINANT1J.

Gen. C e R v u s. L.

Wir verdanken Azara die ersten genauen Beobachtun-gen über die Hirsche des östlichen Südamerika. Er beschriebvier Gattungen von diesen Wiederkäuern, und seit ihmsind in jenen Gegenden weder neue Hirsche entdeckt,noch über die schon entdeckten neue Beobachtungen ge-macht worden.

Auch ich fand in Paraguay blofs die vier GattungenAzaras. Alle vier stimmen in ihren Geschlechtskennzei-chen vollkommen mit dem Edelhirsche und mit unseremReh überein. Ihr Zahnbau hat im vollkommenen Zustan-de, mit Ausnahme einiger ganz unerheblicher Abweichun-gen, die nämliche Beschaffenheit, wie bei diesen. Auchin der Zahl, der Gestalt und der Ersetzungsart der Milch-zähne herrscht zwischen den amerikanischen und den ge-nannten europäischen Gattungen kein Unterschied. Beijenen, wie bei diesen, sind nur die Männchen mit Ge-weihen versehen.

Hingegen weichen die Hirsche von Paraguay darin vonden unsrigen ab, dafs sich bei ihnen der Geschlechtstriebnicht immer zur nämlichen Jahreszeit einstellt. Diesesbeweisen die Säuglinge, deren ich, von allen vier Gat-tungen , sowohl im Herbste als im Frühjahre angetroffenhabe. Da nun, wie bekannt, die Geschleclitstheile unddie Geweihe der männlichen Hirsche in einem, bis jetztunerklärten Zusammenhänge stehen, so ist diese Verschie-