Uber die
Verlheilung der Säugethiere
in
Südamerika. *)
Südamerika tlieilt sich seiner Länge nach in zwei un-gleiche Landesstriche, deren physische Beschaffenheit sehrverschieden ist. Den westlichen Landesstrich macht dashohe Gebirge der Anden aus; der östliche erstreckt sichvon ihrem Fufse bis zum atlantischen Meere. Dieser letz-tere besieht theils aus Hügelland, theils aus weiten Ebe-nen , von denen die ausgedehnteste von der magcllam-schen Strafse bis sresren den Amazonenstrom hinzieht undPatagonien, so wie die Pampas von Buenos - Ayres, Tu-cuman, Gran-Chaco, Chiquilos und Moxos bildet. Diesegrol'se Niederung wird im Norden , längs dem mexicani-schenMeerbusen, von einem Zweige der Anden . im Osten,längs dem Ocean, von einem, sich nicht über sechstau-send Fufs erhebenden Gebirge eingcschlof'scn.
Jede von diesen zwei Abtheilungen Südamerika^ be-herbergt ihre eigenen Säugclhiere. Aus den Anden ken-nen wir bis jetzt nur 20 Gattungen, während östlich der-selben schon 202 sind aufgefunden worden. Jene gehö-ren zu den Geschlechtern Ursus, Mustcla, Mcphitis, Fe-lis, Arctomjs, Cricetus, Mus, Mjoxus, Chlamjphorus,
*) Es ist hier bloß von den Landthieren die Rede.