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Diese Vermuthung wurde durch den Erfolg mehrerer von ihm ange-stellten Versuche bestätigt. Werden nämlich 10 Gran des von Edm.Davy entdeckten Platinsubopyds mit 10 Gran absolutem Alkohol in Be-rührung, und die Achsse bei einer Temperatur von 12° R. unter einegroße mit atmosphärischer Luft und Sauerstoffgas gefüllte, und mitQueck-. Wer gesperrte graduirtp Glasglocke gebracht, so wird der Alkohol imAugenblicke der Berührung ausgezeichnet positiv-elektrisch; das Gemengeerwärmt sich nach einigen Minuten, stößt Dämpfe aus, welche sich an denWänden der Glocke verdichten, das Volumen der eingeschlossenen Lust ver-ringert sich allmälig, und nach Stunden ist dieselbe um 18,2 Kubikzollihres Raumes vermindert,, der Alkohol aber gänzlich in Essigsäure undWasser verwandelt,, während das Platinpräparat sich völlig unverändertzeigt. Ion Gran reinen Alkohols nehmen 69 Gran Sauerstoff quf, undHilden damit 110,66 Gran reiner völlig wasserfreier Essigsäure und 58 ,;»Gran Wasser. Bei dieser Umwandlung des Alkohols in Essigsäure wirdkeine Spur von Kohlensäure gebildet; wenn diese daher beim Gährungü-proeeffe der Essigbildnng auftritt, so muß sie aus andern in der Flüssig-keit enthaltenen Bestandtheilen, dem Zucker oder Schleim, hervorgehen,da diese vermöge ihrer Coustitutisn nicht, wie der Alkohol, in Essigsäureynd Wassör unter Zutritt der atmosphärischen Luft zerfallen können, sondernes bildet, weil der in ihnen enthaltene Kohlenstoff nicht ganz in die Mischungdes geu gebildeten Stoffes eingeht, dieser Ueberschuß des Kohlenstoffs nutdem Sauerstoffe der Luft Kohlensäure, welche in GaSform entweicht.
Dst Wirkung des Platinpräparats, welches, wie erwähnt worden.Unverändert bleibt, scheint bloß mechanisch, zur Ausgleichung der elektri-schen Kräfte dienend, zu seyn, ähnlich der Wirkung des staubigen metal-lischen Platins auf das Wafferstvffgas und Sauerstoffgas, welche unter Ver-mittelung desselben, das biebei glühend wird, zu Wasser zusammentreten.
Diese Methode der Essigfabrikation wird man nach Döbereinerleicht im Großen ausführen können, wenn man die Säuerung des Al-kohols in solchen mit Luft erfüllten verschlossenen Räumen erfolgen läßt,wie man zur Säuerung des Schwefels in Schwefelsäurefabriken anwen-det, und Derselbe (Kastn. Archiv IX. 1826. S. 344) bemerkt, daß miteiner Unze Platinsuborpd täglich mehr als ein Pfund der reinsten Es-sigsäure aus Alkohol dargestellt werden könne, ohne daß das Präparatdabei die geringste Veränderung erleide. Ein hierauf begründetes Es-siglämpchen ist ebendaselbst S. 3/,3. beschrieben.
Bis jetzt ist der gewöhnliche Essig stets ein Prodnct der sauren Wäh-rung, und man benennt ihn Wein-, Honig-, Obst-, Frucht- oder Bieressig,je nachdem er aus Wein, Meth, Cider, gegohrnem Malzauszug oder Bierbereitet worden. Der Weinessig kann, wie der Name schon anzeigt, nur inden Weinländern erzielt werden, wo die schlechtem Weinsvrten und auch .die von selbst in anfangende Essiggährung übergegangenen Weine zur Be-reitung des Weinessigs iin Großen in besonders dazu eingerichteten Fabriken