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abgeschnittenen Theile »ach unten in Fässer, welche man auf diese Weisedamit anfüllt, und aus deren Beden sich der Saft sammelt. Zuletzt drücktman jedoch die Blätter schwach mit den Händen aus, und wahrscheinlichbringt schon der auf diese Weise nicht so rein erhaltene Saft eine Verschie-denheit in der Güte des Products hervor. Auch thut man auf Jamaika diein Stücke zerschnittenen Aloeblätter in kleine Korbe oder in Leinwand, undtaucht sie in Minuten lang in kochendes Wasser, hierauf zieht man sie her-aus und verfährt eben so mit den übrigen. Dieses setzt man so lange fort,bis die Flüssigkeit genug Saft zu enthalten scheint. Diesen läßt man er-kalten , sich setzen und klärt ihn ab.
Der auf die eine oder die andere Weise erhaltene Saft bedarf keinessehr langen Abdunstens; man läßt denselben entweder in nicht sehr tiefenhölzernen Gefäßen an der freien Luft verdunsten — und die dadurch gewon-nene Aloe ist die schönste —oder häufig dampft man den Saft über demFeuer ab, bis derselbe Fäden zieht, die fest und zerbrechlich werden. Danngießt man ihn in die Gefäße, in welchen er auch nach dem Erkalten ver-schickt wird.
Ob nun die verschiedenen inn Handel vorkommenden Aloesorten vonwirklich verschiedenen Pflanzen herkommen, oder ob, wie Guibourt be-hauptet, die Verschiedenheit der Sorten von der verschiedenen Bereitungs-welse abhänge, und daß in jedem Lande, wo die Aloe bereitet wird, durchAnwendung des reinsten Saftes der dort gebauten Pflanzen die reinste (so-kvtrinische) Aloe erhalten werde, und daß man, um nicht den Rückstanddieses Saftes verloren zu geben, aus diesem noch Aloe bereitet, welche nachdem Grade ihrer Unreinheit den Namen Leber - oder Roßalve erhält, läßtsich nicht mit Gewißheit entscheiden, doch scheint die weiter unten an-zuführende chemische Verschiedenheit der Aloesorten diese Meinung Gui-bvurt's zu bestätigen.
Im Handel unterscheidet man vorzüglich 3 Sorten:
t)Die sokotrinische Aloe (clloe 5->ev«rins), welche ihren Namenvon der erwähnten Insel Sokotarah erhalten hat. Diese Aloe besteht ausgroßen braunrothen Massen, welche in dünnen Stücken wie Sxießglanzglasfast purpurrvth durchscheinend, in größer» Stücken nur an den Kantendurchscheinend sind. Sie ist glänzend, von Glasglanz, leicht, auf dem Bru-che muschlig, von safrangelbem Striche, welche Farbe auch das Pulver hat,leicht zerbrechlich und zerreiblich, von einem der Myrrhe etwas ähnlichenaromatischen Gerüche und einem in hohem Grade rein bittern, lange anhal-tenden Geschmacke. Die beste Sorte kommt in Kürbisschalen vor, ihrHauptkennzeichen ist, daß sie sich in Weingeist ohne Rückstand auflöst.Diese feinste Sorte kommt nur noch selten, bisweilen als cap'sche Aloestkloe espeiiris) vor.
Ehedem hat man wohl noch die glänzende Aloe (HIoe luciäa) unter-schieden. Dieser Saft tröpfelte.aus den in die Blätter der Pflanze gemach-ten Einschnitten, er trocknete auf den Blättern selbst ein, und hatte die