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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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Blumen

Asch- oder Kalilauge, oder Urin, oder man hat vorher zwischen denErzen beim Rösten abwechselnd Reisigbündel aufgeschichtet, welche ver-brennen und kalihaltige Asche liefern.

Die bis z»r gehörigen Starke abgedampfte Flüssigkeit wird nun inFässer zur Krystallisation gebracht. Die Krystalle werden gewaschen,getrocknet und in soviel Wasser gebracht, daß bei der Siedehitze einegesättigte Auflösung entsteht. Diese wird in Fässer abgegossen. Nach10 oder 16 Tagen zerschneidet man die Reifen an den Fässern, undnimmt letztere auseinander. Man findet den Alaun äußerlich in Gestalteines festen Kuchens, und in der innern Höhlung in großen pyramida-lischen Krystallen. Diese lctzrere Operation wird das Versteinern genannt.

Au Paris wird der Alaun aus seinen Bestandtheilen zusammenge-setzt, indem ein Thon, welcher etwas weniges kohlensauren Kalk undEisenoryd enthält, geglüht, um das Eisen vollkommen zu orydiren, undin bleiernen Trögen mit verdünnter Schwefelsäure behandelt wird. Dererhaltenen Auflösung setzt man entweder schwefelsaures Kali oder schwe-felsaures Ammoniak zu und läßt sie krystallisiren.

Zuweilen bereitet man den Alaun auch dadurch, daß man den beider Bereitung der Salpetersäure, bei welcher das salpetersaure Kalidurch Thon zersetzt wird, erhaltenen, aus Thon und Kali bestehendenRückstand mit Schwefelsäure behandelt, wodurch sogleich ohne weiter»Zusatz Alaun gebildet wird.

In England wird tu verschiedenen Gegenden auch Natronalannfabrikmäßig bereitet.

Der Alaun bildet, wie er im Handel vorkommt, größere aus Oktae-dern, selten aus Würfeln bestehende krystallinische Massen, deren Krystallformjedoch nicht genau bestimmt ist, ist weiß, beinahe durchsichtig, von muschli-gem, glasigem Bruche, von einem erst süßen, hintennach herben, widrigenGeschmacke. Er löst sich in 18,365 Th. kalten, und 0,75 kochend heißenWassers auf. In Alkohol ist er ganz unauflöslich. An der Luft wird erdurch eine schwache Verwitterung an seiner Oberfläche mehlig. Der Natron-alaun verwittert gänzlich, und zerfällt zu einem Mehle. Einem gelindenFeuersgrade ausgesetzt schmilzt er in seinem Krystallisativnswasser, schwilltaus, und verwandelt sich in eine weiße, erdige Masse (gebrannter Alaun).Beim Glühen mit Kohle oder mit solchen Substanzen, die sich in der Hitzeverkohlen, giebt der Kalialaun einen Pyrophvr. Diese Verbindung, unterdem Namen: „Hombergscher Pyrophvr" bekannt, stellt man gewöhnlich dar,indem man 3 Th. krystallisirten Kalialaun mit i Lh. Mehl, Zucker rc.unter Umrühren mit einem Spatel bis zum Verkohlen und Verflüchtigendes Krystallwassers röstet, dann das gröbliche schwarze Pulver meinem ei-sernen, irdenen oder gläsernen Gefäße mit enger Mündung glüht, bis dieanfangs erscheinende bläuliche Flamme verlischt, worauf man das Gefäßerst mir einem Kreide - und dann mit einem genau schließenden Stöpsel ver-schließt, Lampadius empfiehlt zur Verbesserung des Pyrophors einen