78 ^nelkum ^nAkIivU
schreckenden Und nahrhaften Speisen benutzt. Nut wenn sie dasselbe in denHandel bringen wollen - der Sago wurde zuerst in England 172s, inFrankreich 174» und in Deutschland 1744 bekannt — treiben sie das nochfeuchte Satzmehl durch eine mit Löchern versehene Metallplatte, dadurch ver-wandeln sie dasselbe in kleine Körner, welche sie vollends, unter beständigemUmrühren, in flachen, gelind erwärmten Pfannen trocknen. Durch diesesschwache Rösten erhält auch der Sago die gewöhnliche röthliche Farbe.
Als Abänderungen der Stärke sind anzusehen das Jnulin (siehe kiele-nium) und das Movsstärkemeyl (siehe Oiclien Irlsnäieus).
*^netkum. Der Saameli. Dillsaamett.
Anetlium Ai-sveolsns ib-inn. Eine einjährige, im südlichenEuropa wild wachsende, bei uns häufig angebaute Pflanze.
Rundliche, auf der einen Seite fast ebene, auf der anderngewölbte, grünlichbraune, mit drei Streifen gezeichnete, amRande geflügelte Saamen Mit schmalem Flügel, von gewürzhafttem Gerüche und Geschmacke.
-lnetbum gr-reolenü s,. Gemeiner Dill oder Till.ksstinacs Hnetlnim Spreng. ?artinse«, graveolenr Lernliarcki.
Abbild. Hapne Arzn. Gew. Bd. VII. Taf. 17.sexual. LI. V. Orä. 2. kenkanclria Oig^nla.vrck. natural. llmbellikeras ckuir.
Die Wurzel ist senkrecht, ästig, von der Dicke einer Rabenfeder biszu der eines Gänsekiels. Der Stengel aufrecht, gestreift, glatt, blau-grau, innen hohl, unten einfach, oben ästig, 2—3 Fuß hoch. DieBlätter umfassend, langgestielt, meist doppelt-gefiedert, Fiederchen 2 —3 spaltig, linienförmig, spitz. Dolden 6 —I2strahlig, fast flach, auf je-dem Strahl ein Doldchen aus 4—20 Blumen tragend. Dolden undDoldchen ohne Hülle. Blumenkronen aus 5 eingerollten Blumenblättern,gleichförmig, schmutzig - citronengelb. Frucht: zwei Akenen, eiförmigrundlich, ziemlich flach auf der innern, wenig gewölbt und mit ZRippen auf der äußern Fläche, am Grunde und an der Spitze ausge-randet, mit dünnem häutigem Rande. Blüthezeit Juni und Juli.
Alle Theile dieser Pflanze sind gewürzhaft, und zeigen einen eigen-thümlichen Geruch, besonders aber die Saamen. Sie enthalten einätherisches Oel; 16 Unzen Saamen pflegen 1 Loth Oel zu geben, Ha-gen erhielt aus 28 Pfunden nur's Unzen Oel.
^nZelivs. Die Wurzel. Angelikawurzel.
^nAsIioa ^.1-oKsnAkIio» I-inn. Eine zweijährige, im nörd-lichen Europa einheimische Pflanze.