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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
Entstehung
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79
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Die Wurzel mit länglichem, dickem Köpft cWukzelstvcke),dichten, langen, fleischigen, bis 2 Linien dicken Fasern oder Wür-Zelchen, außen schwarzbrann, innen weiß, mit zahlreichen gelbenGefäßen, von starkem Gerüche und scharf gewürzhaftem Geschmacke.Sie werde im zweiten Jahre zur Frühlingszeit gesammelt.

^ngelicL -srcdsUgeiic» k-inn. Engelwurz.

Abbild- Düffeld. Sammt, offic. Pflnz. Lief. IX. Las. 1g. 15.

Hapne Arzn- Geiv. Bd. VII. Taf. 8.rexUal. 61. V- Orcl. 2. kentanäria Oig^nia.

Orü. nstursl. vmliellikerse.

Diese Pflanze gehört zu den seltenern Bürgern unserer deutschenFlora. Sie wachst in den südlichern Gegenden auf Bergen, im Nordenauf der Ebene auf feuchten Stellen. Sie wird auch in Gärten äuge»baut, und ist fast die einzige Pflanze, welche durch Cultur an Heilkraftgewinnt, da die auf schattigem, feuchtem, aber magerem Boden ge-baute wirkliche Vorzüge hat vor der wild in Sümpfen wachsenden.

Der Stengel erreicht eine Hohe von 5 — 6 Fuß, und eine Dicke von4j Zoll im Durchmesser; er ist rund, glatt, röthlich bereift, innenhohl, ästig. Die Wurzelblätter stehen auf fußlangen, runden, gestreiftenBlattstielen, die am Grunde mit einer weiten kurzen Scheide den Sten-gel umfassen; sie werden an ; Fuß lang, fast eben so breit und sinddoppelt gefiedert; die Fiederblätter der zweiten Ordnung (pmnulse)find gestielt, groß. Mehr oder weniger tief eingeschnitten, gelappt undgezahnt, die äußerste Spitze der Blätter ist tief dreilappig. Die Sten-gelblätter sind verhältnißmäßig kleiner, und hangen auf großen weitengefurchten Blattscheiden herab. Die am Grunde der Blüthenstiele ste-henden sind sehr klein, und bestehen aus drei einfachen gezahntenBlättchen. Alle diese Blätter sind ganz glatt, oben dunkelgrün, untenbläulichgrün bereist.

Die Blüthen stehen in zahlreichen, großen, etwas converen, viel-strahligen und vielblüthigen Dolden an der Spitze des Stengels undder Zweige. Die allgemeine Hülle der Dolde, aus ein paar lancettför-migen Blättchen, fällt bald ab; die besondere Hülle vielblättrig, blei-bend, aus etwa 8 linienfvrmig-spitzen zurückgeschlagenen Blättchen be-stehend. Die Blumenkrone ist aus fünf lancettförmigen kleinen ganz-randigen gelblichweißen Blumenblättchen gebildet. Die weißen Staub-fäden sind länger als die Kronen. Die Frucht (Dvppel-Akenium, 0,'a-K-nium) besteht aus zwei Akenen, die vvm Kelche umschlossen, sich beider Reife trennen und mit dem obern Ende an einem gabelig getheil-ten Säulchen befestigt sind. Jede einzelne Akene ist nach außen conver,auf dem Rücken mit 5 vorstehenden Rippen bezeichnet; der Rand ist häutig.

Alle Theile der Pflanze, riechen stark aromatisch.

Die vfficinelle Wurzel ist ziemlich groß; im frischen Zustande ist ihre