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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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^ngusturs

«in sehr verwandten Stoffes darthun, machen es mehr als wahrscheinlich,daß die falsche Angusturarinde von einer gleichfalls in Westindien ein-heimischen Strychnosart abstamme, woraus auch die Untermensung von»»ächter unter ächter Angusturarinde begreiflicher ist. Daß aberno- coluhrma die Mutterpflanze sey, wie Virey anzieht, rst deshalbnicht wahrscheinlich, weil dieses Gewächs ebenfalls ostindisch ist.

Die Stücke dieser unächten Rinde, so wie sie im Handel vorkommen, 'unterscheiden sich, was ihr äußeres Ansehen betrifft, in einigen Punkten voneinander, so daß man verschiedene Sorten machen könnte, doch stimmensie in der Hauptsache so überein, daß man sie ohne allen Anstand alsVarietäten einer und derselben Gattung von Rinde ansehen kann. Hiebildet nämlich größtentheils unregelmäßige Stücke von verschiedener Größe,mehr breit als lang, theils auch gerollt , zum Theil auch nach außenMgebogey, im Durchschnitte viel dicker als die achte, bis auf 2 Liniendick, überhaupt von grobem Gewebe, von außen mit einem größtentheilsaus abgesonderten kleinen weißen, gelblichen oder rostfarbigen Warzen be-stehenden Rindengeflechte, gleich einem wahren Ausschlage überzogen, wel-cher fest an der Rinde hängt, und sich schwer abschaben läßt; auf der innernFläche theils schmutzig gelblichweiß, theils grau, theils, und dieß in den,meisten Fällen, schwarz, ohne unterscheidbare Fasern, leicht brüchig, aufdem Bruche aber theils weiß, theils weißgelblich, theils auch hellbräunlich,nicht glänzend und harzig, sondern mehr mehlig, zum Theil deutlich zwesSchichten darstellend. Der Geruch hat einige Aehnlichkeit mit der ächtenAngusturarinde, dpr Geschmack ist im höchsten Grade widrig bitter, langeanhaltend, ohne alles Gewürzhafte, Scharfe, so wie auch ohne alles Zu-sammenziehende. Gekaut wird sie bleicher. Ihr Pulver ist mehr hellgelb.

Die Versuche mit Auflösungsmitteln und chemischen Reagentien se-tzen die wesentliche Verschiedenheit der unächten und ächten Angustura-rinde in ein noch helleres Licht.

Der concentrirte Aufguß der unächten Angusturarinde ist nicht so klar,wie der der ächten, noch mehr schmutzigbraun, und wird mit Wasser ver-dünnt nicht gelb; der Geschmack ist höchst widrig bitter. Schwefelsauresoder salzsaures orydirtes Eisen bewirkt eine dunkelgrüne Färbung, undeinen reichlichen sammetartigen schwarzen, etwas ins Aschgraue sich ziehen-den Bodensatz, der sich in Salpetersäure vollkommen wieder auflöst und da?mit eine graulichbraune Auflösung bildet. Die achte Rinde wird von diesemReagens nach Pfgff nichtins dunklereGrün oder Blau umgeändert, son-dern wird höher roth, und es setzt sich nach einiger Zeit ei» rosensarbigerNiederschlag ab. Nach G u ibvurt wird ein sehr reichlicher weißlichgrauerRiederschlag erzeugt , der auch in meinen Versuchen erhalten wurde.

Diese Farbmvercinderung und Niederschlag wurde gleich vonRambachals das HauptunterscheidyMsmerkmal der ächten und unächten Angustura-rinde mit Recht anerkannt; hock ist dieses, nicht, wie Rambach undTrommsdorff glauben, voll adstringirenbem Princip oder Gerbestoffe