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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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Das Fluß-, noch Wehr aber das Quell- oder Brunnenwasser enthältsehr viele fremdartige Theile, und zwar vorzüglich Kohlensäure, kohlensau-ren und schwefelsauren Kalk, welche Bestandtheile sehr oft auf die zusam-mengesetzten Medicamente, namentlich Salze, zersetzend einwirken. DasFlußwaffer enthält bedeutend weniger von den Kalksalzen, als das Brun-nenwasser , welches letztere durch dieselben selbst zu vielen wirthschaftlichenund technischen Zwecken unbrauchbar gemacht wird, z. B. zur Reinigungder Wäsche, indem die Seife durch die Kalksalze zersetzt wird, zum Vier-brauen, Branntweinbrennen, zum Kochen, vorzüglich der Hülsenfrüchte, u.s. w. Wird das Brunnenwasser aufgekocht, so verflüchtigt sich die Kohlen-säure, in welcher großentheils die Kalkerde aufgelöst sich befindet; diese fälltzu Boden, und bildet nebst einem zugleich niederfallenden Antheile Typsden sogenannten Pfannenstein, welcher das Innere der Kochgeschirre, alsder Theekessel rc. mit einer steinartigen Kruste überzieht. Durch Aufkochenwird demnach das Quellwasser zwar von einigen Bestandtheilen befreit, dochbehält es deren noch genug an auflöslichen schwefelsauren, salzsauren, bis-weilen auch salpetersauren Salzen, so daß es nicht anders, als wenn esverlangt wird, angewendet werden darf. Auch das Flußwasser verliert da-durch, daß es einige Zeit an die Lust hingestellt wird, seinen geringen Ge-halt an Kohlensäure, und damit die wenige darin aufgelöste Kalkerde, sodaß es sich dann dem fast reinen Regen- oder Schneewaffer nähert.

Brandes sSchw. N. I. XVltl. 2.1826. S. 153 .) hat, die früheren Er-fahrungen über die im Meteorwaffer vorgefundenen Bestandtheile zusam-menfassend, diese durch eigene sorgfältige Versuche bereichert, und nicht alleindie Gegenwart des vonZimmermann (Kastn. Archiv 1 .1 824 . S> 257 .)zuerst dargestellten, organischen, die Silbersalze röthenden und Pyrrhin ge-nannten Stoffes bestätigt, sondern auch metallische und irdische Bestand-theile in dem Meteorwaffer nachgewiesen. Der Gehalt an diesen festen Stof-fen war in den verschiedenen Monaten — die Versuche wurden das ganzeJahr 1825 hindurch fortgesetzt — sehr verschieden, am größten im Mo-rtat Januar, nämlich v,oooov 65 , am geringsten im Monat Mai, nämlich»,oonnoo 8 . Das Meteorsalz, d. h. die durch Abdampfen des Meteorwas-sers erhaltene trockene Substanz, bestand aus: Harz; Pyrrhin, der thie-risch-vegetabilischen Materie analog; Mucus; salzs. Bittererde; schwefelstBittererde; kohlens. Bittererde; salzs. Natron; schwefelst Kalk; kohlens.Kalk; salzs. Kali; Eisenoryd; Manganoryd; Ammoniaksalz (salpetersau-res?). Liebig hat bei der Untersuchung von Regenwasser, welches zuverschiedenen Zeiten gesammelt worden war, Salpetersäure an Kalk oderAmmoniak gebunden gefunden. Unter 77 Proben von Regenwasser befände»sich 17 , die bei Gewittern gesammelt worden waren, und diese enthielte»alle mehr oder weniger Salpetersäure; unter den übrigen 60 waren nur s,die Spuren dieser Säure enthielten. (Es ist bekannt, daß sich Salpeter-säure erzeugt, wenn elektrische Funken durch ein Gemisch von Stickstoff undSauerstoff — die atmosphärische Luft ist ein solches Gemenge — schlagen.)