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^rAentum. Silber.
Wird aus den Silbererzen in Bergwerkshütten erhallen.
Ein weißes dehnbares Metall, spec. Gew, 10,5; wird auftrocknen: Wege nicht orydirt; in Salpetersäure aufgelöst bildet esmit zugemischtek Salzsäure oder salzsauren Salzen das salzsaureSilber, einen weißen, käsigen Niederschlag, der am Lichte pur-purn, zuletzt schwarz wird, und in Wasser gar nicht, in Aetzam-momakflüssigkeit leicht auflöslich ist. Man nehme das sogenannteEapellensilbcr, welches bisweilen nur höchst wenig Blei enthält,und verwerft dasjenige, welches gar zu sehr mit Kupfer verun-reinigt im Handel vorkommt, so daß es in Salpetersäure aufge-löst eine bläuliche Farbe zeigt.
Das Silber ist schon seit den ältesten Zeiten bekannt. Es kommtmetallisch theils ziemlich rein und krystallisier, oder in metallischen Ve-getationen, theils in Verbindung mit Gold, Anlimonium, Arsenikoder Quecksilber, am gewöhnlichsten aber als Schwefelsilber, entwederallein, oder mit andern Schwefelmetallen, als Kupfer, Blei, Antimo-nium gemischt, seltener als Chlorstlber vor.
Man gewinnt es aus seinen Erzen nach ihrer verschiedenen Zusam-mensetzung. Das gewöhnlichste Silbererz ist Schwefelblei (Bleiglanz),welches etwas eingemengtes Schwefelsilber enthält. Die Quantität desSilbers geht selten über ig Loth auf denCentner, und der gewöhnlicheGehalt ist zwischen r und 6 Loth.
Um das Silber aus dem Bleiglanz zu erhalten, wird die Vergärtgepocht, und das Leichtere, welches das Steinxulver ist, wird von:schwerern Bleierz abgespüblt. Dieses wird darauf getrocknet, in eigenenOefen geröstet, so daß der Schwefel wegbrennt; die geröstete Massewird daizn mit Kohle niedergeschmolzen. Man erhält mit der Schlackesilberhaltiges Blei, welches sich am Boden des Ofens sammelt. DiesesBlei wird nachher auf einem sehr platten Ofen, welcher Treibherd ge-nannt wird, die Form einer großen flachen Schüssel hat, und von aus-gelaugter Holzasche gemacht wird, geschmolzen. Nachdem das Metallin glühenden Fluß gekommen ist, läßt man Lust mit zwei Blasebälgenüber die Oberfläche des Metalls Hinstreichen, wodurch das Blei orydirtwird. Es bildet sich erst eine Rinde von einem schwerflüssigen Oryd,die r bis L mal abgezogen wird, nachher aber entsteht flüssiges Blci-orpd, Glätte, die man an der Seite des Ofens durch eine angebrachteVertiefung abfließen läßt. Diese ist den Blasebälgen gegenüber gestellt,damit das Bleioryd von der Luft dahin getrieben werde. Ein Arbeiterist dabei immer beschäftigt, das erstarrende Bleioryd aus dem Wege zuräumen, und dem geschmolzenen freien Ablauf zu verschaffen, weil dieOperation abgebrochen wird, wenn die Oberfläche des Metalls sich bedeckt.