^rAeiNrun 97
Nachdem alles Silbersalz eingelegt ist, wird die Hitze hinreichend verstärkt,um das Silber zu schmelzen, welches sich nach dem Erkalten der Masse ineinem Klumpen am Boden gesammelt hat. Wenn man das Silbersalz mitder Pvtasche unmittelbar mengt, und sie darauf mit einander zusammen-schmelzt, so entsteht im Gemenge während der Zersetzung ein Aufbrausen,und man verliert dadurch viel Silber, daß es an den Wänden des Tiegelsumhergespritzt wird; überdies kann auch die geschmolzene Potasche leichtüber den Rand des Tiegels steigen.
Langsamer kann die Redaction auch durch die einfache galvanische Kettebewirkt werden, indem man einen unten mit einer Blase verschlossenen, obenoffnen Cylinder, welcher in Wasser »ertheiltes Hvrnsilber enthält, auf eineunter gesäuertem Wasser befindliche Zinkplatte stellt, von welcher ein Sil-ber-oder Platindraht in das Wasser des Cylinders geleitet wird.
Das Silber hat von allen Metallen die weißeste Farbe, ein vollkommendichtes Gefüge und starken metallischen Glanz. Es ist härter als Gold, aberweicher als Kupfer, und nach dem Golde das geschmeidigste aller Metalle;ein Gran Silber kann zu einem Drahte von -wo Fuß Lange ausgezogenwerden. Das Silber schmilzt bei einer niedrigern Temperatur als Goldund Kupfer, ungefähr bei 540 ° F. Bei einer sehr hohen Temperatur, z.B. im Focus des Brennspiegels, gerät!) es ins Kochen und verfliegt. Beimlangsamen Erkalten krystallistrt es in vierseitigen Pyramiden oder Oktaedern.Bei der Reduktion in der galvanischen Säule erhält man es zuweilen inSchuppen, zuweilen in Würfeln krystallistrt. Spec. Gew. zwischen 1 0,474bis 10,542.
Es hat zum Sauerstoff eine schwache Verwandtschaft, Und wird für sichbei keiner Temperatur, weder von der Luft noch vom Wasser orpdirt. Wirkennen bis jetzt nur 2 Orpdationsstufen (da das Subvrpd Faraday'saus S4,S7Z Silber und 5, 12 s Sauerstoff, dadurch erhalten, daß man einsAuflösung des Silberoryds in Ammoniak an die Luft aussetzt, noch alsproblematisch anzusehen ist), nämlich Oryd und Hyperoryd. Das Oryd er-hält man, wenn das Silber in Salpetersäure aufgelöst, und die Auflösungmit kaustischem Kali oder mit Kalkwasser gefällt wird. Es hat eine grau-braune Farbe, und wird beim Trocknen dunkel. Stellt man dieses Orydins Sonnenlicht, so giebt es eine Quantität Sauerstoff in Gasform ab, undbildet ein schwarzes Pulver. Es ist noch nicht untersucht, ob dieses einSuboryd, oder ob es reducirtes metallisches Silber sey. Mit dem kausti-schen Ammoniak verbindet es sich zu einem, wegen seiner heftig erplodiren-den Eigenschaft, sehr gefährlichen Körper, Knallsilber genannt. DiesesOryd ist die Basis der Silbersalze, besteht nach Davy aus 9Z,i Silberund 6,9 Sauerstoff, und ist zusammengesetzt aus i. Alt. Silber (—1551,607) und 1 Ät. Sauerstoff (— 100,000); erhält demnach die Zahläg ---- 1451,607, und giebt durch Rechnung 93,11 Silber und 6,89Sauerstoff.
Das Hyperoryd erhält man von dem positiven Leiter, wenn die elek-
Dnlk' s preiiß. Pharmak. t. ^