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trische Säule durch eine schwache Si'lberauflösung entladen wird; es ist nurin chemischer Rücksicht zu bemerken.
Das beste Auflösungsmittel für das Silber ist die Salpetersäure. Con-centrirke Schwefelsäure löst es in der Hitze allf, und von concentrirter Chlor-wafferstvffsäure wird es sehr unbedeutend angegriffen, wobei sich Chlorsilberbildet, und Wasscrstoffgas entwickelt. Diese Verbindung des Silbers mitChlor ist als Hornsilber bekannt, und besteht nachWenzelundBerze-lius aus 75,Z3 Silber und 24,67 Chlor, welche Zahlen auch genau ausder stöchiometrischen Zahl dg dl — 1794,259 (nämlich -ig --- 1351,Ku7,und 1 Doppelet. Chlor dl ----- 442,652) durch Rechnung erhalten wer-den. Die Schwärzung desselben am Lichte beruht auf einer durch die Son-nenstrahlen eingeleiteten Zersetzung.
Mit den Metallen bildet das Silber die Silberlegirungen, von denendie mit Kupfer unser gewöhnliches Arbeitsilber giebt. Man versetzt nämlichdas Silber deswegen mit Kupfer, weil das Silber dadurch härter wird,und sich weniger leicht abnutzt, ohne dadurch merkbar an Geschmeidigkeit zuverlieren. Das Arbeitsilber hat gemeiniglich eine weniger weiße Farbe, alsdas reine; durch einen größer» Zusatz von Kupfer wird das Silber reichlich.Man nennt das Silber I4löthig, wenn ln 16 Loth Arbettsilber sich 14Loth Silber und 2 Loth Kupfer befinden, I2lvthig, wenn es nur 12 LothSilber in 16 Loth enthält, u. s. w., und dieses letztere wird gewöhnlichbei uns verarbeitet.
Zur vorläufigen Prüfung des vorkommenden Silbers bedient man sichder Probirnadeln und des Probirsteins. Jene werden aus Silber und Ku-pfer gemacht, und enthalten 16- bis einlöthiges Silber; dieser ist eine feineschwarze Trappart, die man glatt geschliffen hat, und die, wenn man dar-auf metallische Striche gemacht, durch Waschen mit Salpetersäure davongereinigt wird. Auf diesen Stein streicht man mit dem Silber, welchesgeprüft werden soll, so daß man einen kleinen metallischen Strich bekommt,und neben diesem macht man nachher Striche mit den Probirnadeln, welchedem Silber an Löthigkeit zunächst zu liegen scheinen, und schließt dann vondem Striche der Probirnadel, die mit der Farbe des Strichs, den man mitdem zu prüfenden Silber gemacht hatte, am nächsten überein kam, auf denSilbergehalt desselben. Zur genauen Prüfung muß die Legirung mit Bleiin bestimmten Verhältnissen, so daß bei einem geringern Verhältnisse Kupfermehr Blei erfodert wird, zusammengeschmolzen werden, welches das Kupferzur Schlacke macht, und das Silber rein zurückläßt, welches gewogen denSilbergehalt angiebt, es ist aber hiezu viel Uebung erfoderlich.
Das Silber dient in der Medicin zur Bereitung des Höllensteins, undwird auch als Blattsilber gebraucht; es giebt aber auch dem Chemiker un-entbehrliche Geräthe, als Pfannen, Tiegel u. s. w. Das Silber widerstehtnämlich bei der Glühhitze besser, als andere Metalle, das Gold ausgenom-men, der Einwirkung von Salpeter und kaustischen Alkalien. Zu solchenchemischen Operationen, die das Schmelzen mit irgend einem dieser Alkalien