Buch 
1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
Entstehung
Seite
103
JPEG-Download
 

^rnloa (k'loreZ) 10Z

net, wo nach dem Verdunsten des Aethers auf der Oberfläche der Wur-zel Schweftlkrystaüe sich abgesetzt hatten. (Auch Baum--' sah in einemstark gesättigten geistigen Auszuge Schwefelkrystalle anschießen.)

Der ausgepreßte Saft des Meerrettigs ist braun und etwas trübe;er schmeckt scharf und dabei zuckersüß. Lackmuspapier wird geröthet.Die übrige Wurzel gab beim Auswaschen mit vielem destillirtem Wasserein graues Sahmehl. Aus dem Aussüßwaffer schied sich beim Erwär-men Eiweißstoff ab. Beim Abrauchen des Saftes setzte sich auf der Ober-fläche und inwendig am Gefäße eine leichte graue Rinde ab. Diesewurde abgenommen, und am Ende ein schwärzlich braunes, klares, sehrklebriges Ertract erhalten, welches durch Ausziehen mit Weingeist zer-legt wurde in einen gummigen Ertractivstoff, der säuerlich wie einge-kochte Fruchtsäste schmeckte, und leicht austrocknete; in Zuckerstoff undbittern Ertractivstoff, welche von Weingeist ausgezogen wurden; meinenAntheil Harz, das durch Aether ausgeschieden war. Was sich beimAbrauchen des Saftes als graue Rinde abgesetzt hatte, war essigsaurerKalk. Außerdem erhielt der Vers. schwefelsauren Kalk; die freie Säurewar Essigsäure.

Vier Pfund frischer Meerrettig enthalten hiernach: Feuchtigkeit 3Pst 4 Lth.; ätherisches Sei 20 Gr.; Eiweißstoff 31; Gr.; Stärkemehl3 Lth. 20 Gr.; gummigen Ertractivstoff 4 Lth. 3 Qk.; Seifenstoff undZuckerstoff 3 Lth. 2Qt.; bitteres Harz ezGr.; Faserstoff is Lth.; essig-sauren Kalk, schwefelst Kalk und Essigsäure 1 Qt> 4l? Gr.

Der Meerrettig ist ein kräftiges Antiscvrbuticum; am häufigstenaber ist seine Anwendung als Zusatz zu Senfpflastern.

Die Blumen. Wchlverleihblumen.

^1-nica iriontang D. Eine ausdauernde Pflanze Deutschlands.

Zusammengesetzte, strahlige, gelbe Blume», mit einem Kel-che aus linienförmigen gleichen Blättchen von der Länge derScheibe, mit Strahlenblümchen, die länger als die doppelteScheibe, s Lin. breit und dreizähnig sind, mit sitzenden, etwasscharfen zerbrechlichen Federchen, von scharf bitterlichem Ge-schmacke, mit den Fingern gerieben Niesen erregend. Sie müs-sen nicht mit den Blumen der Inuls Kritsnnivs vermengt wer-den, deren Strahlenblümchen schmäler sind. Die frisch ent-wickelten sind einzusammeln.

^rnica nioiit-ma lssnn. Der wahre Wohlverleih.

Abbild. Düffeld. Samml. offic. Pflnz. Lief. IX. Taf. 17.

Hapne Arzn. Gew. Bd. VI. Taf. 47.

8z-Lt. §exu»I, LI. XIX. Orck. 2. 8/n^sneLi-r ruperflus.

Orfl. natursl. 5^nan>s,erese Xicst. Hidu!! Lor^mbisei'ss surr.