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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
Entstehung
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104
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io4 ^rnica (sk'lol'SZ)

Diese Pflanze wächst in bergigen Gegenden fast durch ganz Europa,aufden östreichischen, schweizerischen, schwedischen und lappländischen Alpen.

Von dem obern Ende der fast wagerechten, braunen, perennirendenWurzel, welche mit einfachen, etwas dicken Wurzelfasern besetzt ist, erhebtsich ein Büschel von meistens vier sitzenden, an dem Grunde verschmächtigten,länglichen oder lancettsörmigen, 5 seltner 7 nervigen, ganzrandigen, weich-haarigen Blättern, aus deren Mitte ein einfacher oder ästiger, 1 — 1 zFußhoher, 1 - oder 3—5 blumiger, aufrechter, stielrunder, weichhaariger Sten-gel hervorgeht, gewöhnlich mit 2 Paar gegenüberstehenden, sitzenden, 3 - oder1 nervigen, spitzern Blättern besetzt, aus deren Winkeln sich oft gegenüber-stehende, einblumige Zweige erheben, wodurch die Pflanze 3 — zblumigwird. Die goldgelben großen Blüthenköpfchen bestehen aus einem etwasgewölbten, feingrubigen, weichhaarigen Blüthenboden, der von einer Hüllet6»l^x Lowmunis), aus einer Reihe lancettlicher hellgrüner Blättchen be-stehend, umgeben ist, und zweierlei Blüthen trägt, Die Blüthen der Scheibesind regelmäßig, röhrig, fruchtbare Zwitter; die des Strahls halbblüthig,zolllang mit breitem zungenförmigem, am Ende sahnigem Saume, durchfehlschlagende Bildung der Staubfäden weiblich, aber fruchtbar. Die Früchtesind längliche, fast cplindrische, skantigeAkenen, kurzhaarig und mit einersitzenden, haarigen, scharfen Saamenkrone besetzt.

Die Blumen haben frisch einen etwas widrigen, getrocknet aber, beson-ders zwischen den Fingern gerieben, einen schwachen balsamischen GeruchMd erregen durch äußerst feine seidenartige Theilchen, die sich in die Naseziehen, und einen starken Reiz daselbst hervorbringen, Niesen; ihr Ge-schmack ist süßlich bitter , dabei scharf. Sie kommen in den Apoihekengewöhnlich von den Kelchen befreit vor.

Außer der angeführten Verwechselung mit den Blumen der luulachritannio,, werden auch wohl die Blumen der Inul» ä^senierlcs un-tergeschoben, deren Kelch grau und zottig, die Strahlenblümchen aberkürzer, und die Scheibenblümchen nicht röhrig, sondern trichterförmig,meistens fnnfspaltig sind; auch mit den Blumen der Inul» -.allein»,deren Stcahlenblümchen schmal und die Scheibenblümchen trichterförmigsind. Diese Blumen sind getrocknet Heller gelb, haben auch keinen schar-fen reizenden Geruch und Geschmack,

Le Mercier, ein franz, Arzt, (Lrommsd. A XXII. i.S. 102.)fand, als er Wohlverleihblumen, die den Kranken Magenkcampf, Uebelkei-ten und Erbrechen verursacht hatten, genauer untersuchte, dieselben mitkleinen, schwarzen, schmutzigen, ovalen, ein bis zwei Millimeter langenGehäusen! angefüllt, die sehr viel Aehnlichkeit mit Mäusekvth hatten. DieBlumen selbst besaßen nicht die charakteristische hochgelbe Farbe und den be-sondern Gwuch, sondern die Blümchen waren in eine grauliche zusammenge-klebte Waste verwirrt, welche den Blumenboden und die Kelche bedeckte. Indem Innern derselbe^ und in ihren Awischenräumen hielten sich die kleinenGehäuse auf. Diese Körperchm sollen die Larven und zum Theil die Eier