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seyn, aus welchen Le Mercier die weichen, weißgelben, s—6Milli-meter langen fußlvsen Thierclmi hervorkommen sah. Diese Beobachtungist auch anderweitig bestätigt; das Jnsect ist aber nicht -UKerix maou-IslL, wie in Büchner's Repertorium IN. S. z»o. angegeben ist,sondern Muses -lrnicse l,, Bon den Puppen dieses Jnsects werden dieBlumen zerstört, und verursachen dann die erwähnten üblen Zufälle.Es müssen daher beim Einsammeln nur die ganz gesunden Blumen aus-gewählt werden, die man an ihrer schönen gelben Farbe, an ihrem et-was balsamischen Gerüche und daran erkennt, daß die Scheibenblümchenganz getrennt von einander sind, und die Strahlenblümchen mit ihrerschönen gelben Farbe frei über den Kelch herabhängen, wogegen die durchJnsecten verdorbenen ein mattes düsteres Ansehen haben, verwelkt, miß-farbig und fast ohne Farbe sind, und die graulichen oder rothfahlen Blüm-chen so zusammenkleben, daß sie den im Innern oder in den Iwischen-rauinen der kleinen Kelche eingeschlossenen Larven zum Schutze dienen.
Chevallier und Lassaigne untersuchten solche Blumen, derenAbkochung jedesmal heftiges Erbrechen verursachte, konnten aber keineSpur von Eiern oder Larven zwischen ihnen entdecken. Auch Pfaffstimmt darin bei, daß die Wohlverleihblumen selbst in Fällen, wo beigenauer Untersuchung keine Spur von Eiern oder Larven bemerkt werdenkonnte, doch Uebelkeit und Brechen verursacht haben. Dieser Erfolg istwahrscheinlich dem der Eytisine ähnlichen Bestandtheile der Blumen,welcher durch Kochen zum Theil aufgelöst wird, zuzuschreiben.
Das über ächte Wohlverleihblumen abgezogene Wasser hat den Ge-ruch nach Kamillenwaffer. Der wäßrige Auszug ist dunkelbraun, röthetstark das Lackmuspapier, und schmeckt brennend und kratzend, DurchAmmoniak wird er noch dunkler gefärbt.
Nach Weber's Analyse (Trommsd. 2. XVIII. 2. S. 155.) ent-halten 100 Th. Wohlverleihblumen: ätherisches Oel (welches nach v.Martins durch seine blaue Farbe sich dem Kamillenöke nähert) eineSpur; scharfes Harz 7;; scharfen Seifenstoff mit eisigst Salzen 15;schleimigen Ertractivstoff 17z; Pflanzenfaser so.
Chevallier und Lassaign e (Almanach 1821. S. 91. und Berl,Jahrb. XXIV. 1. S. 158.) fanden in den Wohlverleihblumen: ein Harz;eine bittere ekelhafte, der Eytisine (Bestandtheil des L^tisur Q-churnum)ähnliche Materie (Ertractivstoff); Galläpfelsäure; eine gelbfärbende Mate-rie ; Ciweißstoffund Gummi (salzs. und Phosphors. Kali, Spuren schwefelstSalze, kohlens. Kalk und ein Atom Kieselerde). Das durch Ausziehen derBlumen mit Aether erhaltene Harz, von welchem die gelbe Farbe der Blu-men abhängt, hatte eine gelbe Farbe, den Geruch der Blumen, und ver-brannte aufglühenden Kohlen unter Verbreitung eines weißen aromatischenRauches. Die der Eytisine ähnliche Materie wurde erhalten, als aus derweingeistigen Ausziebnng des wäßrigen Ertracts die Gallussäure und diefärbende Materie mit BleiMer niedergeschlagen, und, nachdem aus der