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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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106
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überstehenden Flüssigkeit durch Schwefelwasserstoffgas das Blei entferntworden war, abgedampft wurde. Sie war von gelbbrauner Farbe, hatteeinen bittern ekelhaften beißenden Geschmack, Galläpfelaufguß schlug die-selbe in Flocken nieder, und wurde außer dem Bleiessig von keinemMetallsalze gefällt. Von dieser Materie, die auch im Geschmacke diegrößte Aehnlichkeit mit der brechencrregenden Materie der Saamen des6^tiru5 I^aburnum hatte, rührt auch das bei dem Gebrauche derWohlverleihblumen bisweilen eintretende Erbrechen her.

Die Wvhlverleihblumen werden am besten im Thee oder im Auf-gusse verordnet, doch ist bei ihrem Gebrauche Vorsicht nöthig, da em-pfindliche Personen leicht Erbrechen darnach bekommen. Sie sind alsein vorzügliches Heilmittel berühmt bei Quetschungen durch Fallen, da-her der Name Fallkraut, auch bei Rheumatismen und Lähmungen alsein die Nerven erregendes Mittel. Das Pulver dient als Niesemittel.

^rnies. Das Kraut. Fallkraut. Wohlverleih.

Längliche in einen Blattstiel auskaufende, etwas spitzige, drei-nervige, ganzrandige, mehr oder weniger weichyaarige Blättervon blaßgrüner Farbe, schärflichem und bitterlichem Geschmacke.Im Monat Mai zu sammeln.

Man sammelt nur die Wurzelblätter vor dem Blühen ein. Siesind auf der obern Fläche dunkelgrün, öfters mit kleinen rothen Fleckenbezeichnet, auf der untern Fläche blaßgrün. Sie haben den Geschmackder Blumen, sind aber geruchlos; in ihren Bestandtheilen nähern siesich den Blumen, stehen jedoch denselben au Wirksamkeit weit nach, undsind nur noch selten im Gebrauch.

^rnios. Die Wurzel. Wohlverleihwurzel.

Die im Knie gebogene, außen braune, der Länge nach runz-lige Wurzel (Wurzelstock), mit brauner Rinde, ziemlich hartem,weißlichem Holze, bedeutenderem Marke, lange dichte Fasernoder Wurzelchen auf der einen Seite ausschickend, bitterlich undschärflich gewürzhafk. 2m Frühlinge zu sammeln.

Diese kräftige Wurzel, deren Geruch eigenthümlich stark, etwas ge-würzhaft ist, und deren Staub starkes Niesen erregt, wird nicht selten mitder Wurzel der knuls ä^-enisrica verwechselt, und gewöhnlich findet mandiese Wurzel der durch den Handel bezogenen Arnicawurzel untergemischt.Man erkennt sehr leicht dieselbe daran, daß sie rund herum befasert, gelb-bräunlich ist, schleimig-bitterlich schmeckt, und nur einen schwachen Geruchhat. Nach H a p p (Trommsd. N. 2. V.S.S.42S-), der gleichfalls diese