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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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108
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^.rsenicam

roL

^l-sßnleum alkum. beräum Arsenieysuin, WeißerArsenik. (Arsenige Säure.)

Wird in Bergwerkshütten aus Arsenik«, Kobalt« nnd andernErzen durch Sublimation bereitet,

Dicht, schwer, weiß, frisch halbdurchsichtig, mit der Zeitundurchsichtig, in Wasser schwer auflvslich, aus einem eigenthüm-lichen Metall und aus Sauerstoff bestehend. Das verderblichsteGift. Verflüchtigt sich auf Kohlen unter der Gestalt eines weißenWuchs, einen Knoblauchgeruch verbreitend, In einer untenzugeschmolzenen Glasröhre mit Kohlenpulver erhitzt, überziehtes den obern Theil der Röhre mit einer glänzenden metallischenRinde, Aus der Auflösung wird es durch Schwefelwasserstoff?Wasser mit citrongelber, durch flüssiges schwefelsaures Ammoniak-kupfer mit gelbgrüner Farbe gefällt. Ist mit der höchsten Vor-sicht und den Verordnungen gemäß aufzubewahren,

Der Arsenik ist lange bekannt gewesen, Aristoteles erwähnteiner Verbindung desselben mit dem Schwefel, unter dem Namen Sän«darak, und Diosk arides bedient sich schon des Namens ^rrenicum.Paracelsus wußte, daß weißer Arsenik zu einem Metalle reducirtwerden könne; doch erstBrand stellte 17SZ die ersten genauenPersucheüber seine chemische Natur an.

Arsenik kommt bald gediegen, als Scherbenkobalt, Fliegenstein, Mük-kenstein, tlobaitum, vor (man muß daher diesen sogenannten Kobaltder Apotheken wohl von dem eigentlichen Kobalt unterscheiden, welcherein eigenthümliches Metall ist), bald orpdirt, jedoch in geringer Men-ge , als dünne, büschelförmig aus einander laufende Nadeln, oder ge-wöhnlicher als ein weißer Sand, in der Nähe arsenikhaltiger Erze, na-mentlich der Kobalterze, bald und zwar häufiger vererzt, und mit an-dern Körpern verbunden, als Arsenikkies oder Mißpickel, Opermentoder Rauschgelb, rother Arsenik, Arseniknickel u. s. w.

In dem weißen Arsenik ist die metallische Basis mit Sauerstoff ver-bunden, welcher demselben dadurch entzogen werden kann, daß man es unterbegünstigenden Umständen mit kohlenstoffhaltenden Substanzen, als Kohlen-pulver, Oel rc. zusammenbringt. Man vermische nach Scheele i Th,weißen Arsenik, mit Z Th. schwarzem Fluß (durch Verpuffen von s Lh.Weinstein mit i Lh. Salpeter erhalten) mit einander, bringe die Mischungin einen Tiegel, stürze einen andern darüber, und verstreiche beide mit Thon(Bolus) und Sand. Die Tiegel werden darauf in ein darnach ausgeschnit-tenes Stück Eisenblech so eingesetzt, daß der obere Tiegel durch dasselbe ge-gen die Einwirkung der Hitze geschützt und kalt erhalten werden kann, und