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bann wirb der untere Tiegel in Rothglühehitze gebrecht. Der Sauerstoffaus dem weißen Arsenik verbindet sich hierbei mit dem Kohleustosse desschwarzen Flusses zu gasförmigen Produkten, dem kohlensauren und Kohlen-oxydgase, welche entweichen, und das Metall wird reducirt, und im obernSchmelztiegel verdichtet. Kleinere Massen können in unten mit Thon undSand beschlagenen Glasröhren oder Retorten reducirt werden, in derenobern kalten Theile sich das Metall ansetzt. Man kann auch das Arsenikleicht erhalten, wenn das in der Natur (gediegen) vorkommende Arsenik(ScherbenkobalO in einer Retorte sublimirt wird, wobei sich der größteTheil desselben, welcher gediegenes Arsenik ist, sublimirt, und am Bodender Retorte Arsenikkvbalt, Arsenikeisen und Arseniknickel zurückbleiben. DieRetorte wird zerschlagen und das Sublimat herausgenommen. Das Arsenik-metall (vonK a st ne r passend Arsen genannt, woraus die Orpdationsstufentarsenige Säure und Arseniksäure, gebildet sind, und wodurch es sehrgut vom weißen Arsenik unterschieden wird), hat eine bleigraue Farbe, iststark glänzend, von blättrigem Gefüge, sehr spröde, aber nicht sehr hart;es entzündet sich bei der Glühehitze, brennt mit blauer Flamme, und einemweißen knoblauchartig riechenden Dampfe. Dieser Knvblauchgeruch kommtbloß dem metallischen Arsen zu, denn nur auf glühenden Kohlen, durchwelche der weiße Arsenik reducirt wird, verbreitet dieser den knoblaucharti-gen Geruch; in einer Glasröhre erhitzt, sublimirt er sich ohne den gering-sten Geruch zu verbreiten. MitSalpeter gemischtund angezündet, verpufftdas Arsen mit Heftigkeit, Bei 180 ° wird es verflüchtigt, ohne zu schmel-zen. Spec. Gew. 5,70. Wenn Arsen in einer damit angefüllten Netortebis zum Glühen erhitzt und dann erkalten gelassen wird, so schmilzt es zwarnicht, es geht aber doch, wie Guibourt gezeigt hat (Geiger's Magazin .August. 1826. S, 120.), zusammen, wird dichter und glänzender, undzeigt dann ein spec. Gew. von 5,959. Es ist nicht magnetisch, und besitztnoch die sehr merkwürdige Eigenschaft, den Magnetismus der mit ihmverbundenen Metalle zu zerstören.
Das Arsen gehört zu den sehr brennbaren Metallen. Beim Pulverndesselben (des Fliegenkobalrs) steigt bisweilen, vermöge der dabei entstehen-den Wärme, die Verwandtschaft zwischen dem Sauerstoffe, der Luft unddem Metalle so sehr, daß dieses sich entzündet, und dergleichen Fälle sindangeführt von Schwabe, Buchner und BoulIay (Geiger's Magazinxvm. S. 310. und XX. S. 69.), In dem von Boullay angeführtenFalle war dieSrydirung so lebhaft, daß in dem Magazin, in welchem dasgepulverte Arsen aufbewahrt wurde, sich die in der Nahe befindlichen Gegen-stände entzündeten, und ohne schleunige Hülfe das ganze Magazin ein Raubder Flammen geworden wäre. Schon bei der gewöhnlichen Temperaturüberzieht sich das der Lust ausgesetzte Arsen allmälig mit einer schwarzenRinde, und zerfallt endlich, indem es um höchstens 8 Proc. an Gewichtzunimmt, zu einem schwarzen Pulver, welches von Proust als ein Ge-menge von Metall und arseniger Säure angesehen wird, weil bei abge-