rio
^rsemcum
haltener Luft gelind erhitzt, sich daraus weißer Arsenik entwickelt, unddas Metall zurückbleibt, auch Wasser ihm arsenige Säure entzieht.Berzelius, welcher 3 Orydationsstnfen des Arsens annimmt, näm-lich i) Suboryd, 2) arsenige Säure und 31 Arseniksäure, sieht das er-wähnte schwarze Pulver als die ite Orydationsstufe oder als das Sub-oryd an, welches bei abgehaltener Luft erhitzt und bei Uebergießung mitWasser zersetzt werde in metallisches Arsenik nnd arsenige Säure. DieZusammensetzung dieses Suboryds ist noch unbekannt.
2)ArsenigeSäure, allgemein weißer Arsenik. Wird das metallischeArsen an der Lust bis zum Verdampfen erhitzt, so nimmt es mehr Orygenin sich auf, und es wird zu weißem Arsenik. Schon Scheele hatte diesenals eine Verbindung des Arsenikmetalls mit Sauerstoff erkannt; Fvur-croy war der erste, welcher den weißen Arsenik, statt Arsenikorpd, mitdem Namen der arsenigen Säure belegte, welche Benennung, als mitseinen Eigenschaften übereinstimmend, allgemein angenommen ist.
Die arsenige Säure, welche im Handel den Namen weißer Arsenikführt, wird bei dem Abtreiben der Kobalterze als Nebenproduct gewonnen.Diese Erze werden in einem dazu besonders eingerichteten Ofen, der mit ei-nem Backofen Aehnlichkeit hat, und in einen wagcrechten Rauchfang fSchlotk)von ungefähr 200 Ellen Länge ausgeht, welcher Mehl - oder Giftfang ge-nannt wird, geröstet. Indem das Erz geröstet wird, steigt das Arsen indie Höhe, verbindet sich mit dem Sauerstoffe der Luft und verdichtet sich indem Rauchfange als ein grauliches oder schwärzliches Pulver. Dieses wirdin eisernen Kolben, die mit eisernen Helnien bedeckt sind, mit einem Zusätzevon Asche oder etwas Kali, einer nochmaligen Sublimation unterworfen, wo-'bei die Uneinigkeiten zurückbleiben, und der Arsenik, indem er zu einemGlase schmilzt, ein fast dürchsichtiges krystallinisches Ansehen erhält, welcheser jedoch in Berührung mit der Luft allmälig wieder verliert, von außenundurchsichtig, eine weiße porcellanartige Masse wird, und nur in seinemInnern beim Zerschlagen noch die verglaste Beschaffenheit zeigt.
Der meiste Arsenik kommt aus den Ksbaltwerken Sachsens, wo dieSchmälte gemacht wird, sonst aber auch aus Böhmen, Schlesien und Oest-reich. Ein großer Theil pflegt schon gepulvert in den Handel gebracht zuwerden, jedoch ist er selten rein, sondern fast immer mit Kalk, zermahle-nem Gyps und Schwerspath vermischt. Auch unter dem ganzen Arseniksollen sogar ganze Stücke Schwerspath, mit Schwerspath - und Gypspulverbestreut, vorkommen. Diese Verunreinigungen geben sich durch ihre Feuerbe-ständigkeit zu erkennen, wogegen der Arsenik auf Kohlen völlig verdampft,dessen Dampf man jedoch mit dcr größten Vorsicht zu vermeiden hat, dader weiße Arsenik eins der verderblichsten Gifte ist.
Die arsenige Säure schmeckt herbe und etwas scharf metallisch, hinten-nach süßlich; sie röthet die blauen Pflanzenfarben, wiewohl sie den Veilchen-sast grün färbt. Auf glühende Kohlen gebracht verbreitet die daraus redu-ctrte metallische Basis einen starken Knoblauchsgeruch, wobei diese durch