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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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111
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den Sauerstoff der Luft wieder zu arseniger Säure wird und als solcheweiße Dampfe bildet; in verschlossenen Gefäßen wird sse sublimirt, undschießt, wenn dies langsam geschieht, immer in Krystallen an, deren Formein regelmäßiges Oktaeder ist. Bei einer plötzlich angebrachten Hitze, diejedoch nicht bis zum Glühen gehen darf, schmilzt sie zu einem durchsich-tigen Glase von 3,699, nach Guibourtvon 3,7388 spec. Gew., wogegender durch lange Einwirkung der Lust undurchsichtig gewordene weiße Ar-senik nach Gui bourt nur ein spec. Gew. von 3,695 hat. Die regelmäßigkrystallisirte arsenige Säure schmilzt oder erweicht dann nicht vor demSub-limiren. Ueber den Grad ihrer Auflöslichkeit hat man viel gestritten, weilman das Wasser auch durch Kochen nicht dahin bringen kann, so viel auf-zunehmen, als es aufgelöst halten kann. Man kann nämlich die erhal-tene Auflösung noch bedeutend abdampfen, ohne daß etwas von der Säureabgeschieden wird. Wenn sie zu krystallisiren anfängt, so enthält die Auf-lösung zwischen oder ihres Gewichts weißen Arsenik. Buchvlz hatgefunden, daß i Th. arsenige Säure bei st- 100° C. iLi Th. Wasser,bei st- so ° C. SS Th., bei st-18 ° §. 50 Th. und bei st-10 ° C. 66,6Th. Wasser sättigt. Die aus der Auflösung krystallisirende Säure nimmtdie Form von regelmäßigen Oktaedern an, die kein Wasser enthalten. NachGuib 0 urt (a. a. O.) zeigen sich die durchsichtige und die undurchsichtigearsenige Säure verschieden auflöslich. Die durchsichtige ist bei st-15 ° C.in 103TH., bei der Siedehitze in 9,3z Th. Wasser auflöslich; die bisauf 15 ° C. erkaltete Auflösung enthält in 56 Th. einen Th. weißen Ar-senik aufgelöst, und röthet schwach das Lackmuspapier. Die undurchsichtigearsenige Saure wird vou 80 Th. Wasser bei st- 15° C-, und von 7,7Skochendem aufgelöst; die bis auf 15 ° C. wieder erkaltete Auflösung enthältin 34,5 Th. einen Theil arsenige Säure aufgelöst, und stellt die Farbedes gerötheten Lackmuspapiers wieder her. Die durch Abdampfen der Auf-lösung zur Trockne wieder erhaltene arsenige Säure laßt beim Sublimirenkeinen Rückstand, und entwickelt mit kaustischem Kali kein Ammoniak; gleich-wohl hält esGuib 0 urt für möglich, daß das Ammoniakgas in der Luftzu dieser Veränderung beitrage, welche die arsenige Säure beim Undurch-sichtigwerden erleidet. Denn beim Uebergießen der gepulverten glasigenSäure mit verdünntem Ammoniak erhitzte sich das Gemisch gelmd, undnachdem die Flüssigkeit abgegossen, und das Ammoniak mit kaltem Wasserabgespühlt war, erhitzte sich das Unaufgelöste nicht mehr mit frischem Am-moniak, und war nur im Uebrigen hinsichtlich aller Verhältnisse in demsel-ben Zustande, wie die undurchsichtige arsenige Säure, deren Auflöslichk-eitin Wasser und Wirkung auf Lackmus sie besaß, ohne daß kaustisches Kalieine Spur von Ammoniak daraus entwickelte. Nach Krüger (Kastn. Arch.II. S. 473.) ist das Undurchsichtigwerden der arsenigen Säure der Aufnahmevon Wasser zuzuschreiben, denn dieses erfolge nur in feuchter Luft, undzwar unter einer Gewichtszunahme von i i 5.

Mit den Basen bildet die arsenige Säure die arsenigsauren Salze, sie