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^rsenicum
steht aber in der Verwandtschaft zu den Basen schon der Kohlensäurenach, da durch diese die Salze zum Theil zerlegt werden. Auch vonverschiedenen Säuren kann die arsenige Säure aufgelöst werden, ohnedaß diese Verbindungen die Eigenschaften der Salze besitzen; die losenVerbindungen zerfallen oft schon beim Erkalten der heißen Auflösung.Wird trocknes essigsaures Kali mit gleichen Theilen weißem Arsenikdestillirt, so erhält man eine Verbindung von wasserfreier Essigsäureund arseniger Säure, die einen höchst unerträglichen, stinkenden Ge<. ruch hat, und die mit so großer Heftigkeit Feuchtigkeit aus der Lustaufnimmt, daß sie sich erhitzt, und sich endlich entzündet, wobei sie miteiner rothen Flamme brennt, und Dämpfe von arseniger Säure aus-stvßt. Von Kohlenstoff und Wasserstoff wird die arsenige Säure zersetzt,indem ihr der Sauerstoff entzogen, metallisches Arsen und Kohlensäureoder Wasser gebildet wird. Die arsenige Säure besteht nach Davp aus75 Th. Arsen und 25 Th. Sauerstoff; nach Mitscherlich aus 75,7ZArsen und 24,27 Sauerstoff; sie ist demnach zusammengesetzt aus lDoppelst. Arsen (---94o,o84) und Z At. Sauerstoff, und erhält dieZahl A ---- 1240,084, woraus durch Rechnung gefunden werden: Ar-sen 75,82; Sauerstoff 2z,i8>
Die arsenige Säure findet in der Medicin, sowohl zum innerlichenals zum äußerlichen Gebrauche, Anwendung, und hiezu wähle man dienoch recht glänzenden und blendend weißen Stücke. Zum innerlichenGebrauche ist die 8olutio «rLenicsIi'5 (siehe 2 ten Th.) bestimmt; äußer-lich wird der Arsenik gegen Krebsschaden gebraucht, und hiezu ist fol-gende, vom Aollrendattten Hellmund angegebene Mischung (das alte Cos-mische Mittel, Cosmisches Pulver) von mehreren Seiten empfohlen worden i
Nimm: Zinnober eine halbe Drachme
Asche von alten gebrannten SchuhsohlenDrachenblut; von jedem vier GranWeißen Arsenik einen halben Scrupel.
Von diesem Pulver werden ungefähr anderthalb Gran unter eine Drach-me von folgender Salbe gemengt:
Nimm: Peruvianischen Balsam
Schierlingsertract, von jedem eine DrachmeEssigsaures Blei einen ScrupelWachssalbe eine Unze.
Mit dieser Salbe bestreicht Hell mund ganz dünn ein Pltimaffeau, wel-ches groß genug ist, nicht allein die schadhaften Theile, sondern auch einsLinie breit die gesunden zu bedecken. Der Schmerz ist gering und hält nurkurze Zeit an. Der Verband bleibt 24 Stunden liegen, wird dann durchein warmes Decvct von Hollunderblüthen losgeweicht, das Mittel auf die-selbe Art von neuem aufgelegt, und so fünf Tage hintereinander verfahren.Den vten, 7ten, 8ten, 9ten, loten, Uten und i 2 ten Tag wird der Schadenbloß mit der Salbe, ohne daß Pulver zugesetzt wird, verbunden, woraus