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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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das Geschwür rein wird, und die Heilung nach einigen 20 Verbänden,gewöhnlich höchstens nach dem 4vsten Verbände, erfolgt. Findet H e l l-mund nach dem i2ten Verbände, daß vielleicht eine Stelle nicht ganzrein ist, so verbindet er diese noch 2 Tage, wie es in den ersten 5Tagen geschehen ist (nämlich mit Ansatz des arsenikhaltigen Pulvers).Hellmund macht darauf aufmerksam, daß man nicht allein feine Char-pie nehmen, sondern diese auch mittelst eines Messers weich machen müsse,damit die Salbe alle-schadhaften Theile besser berühren könnet

Häufig wird der weiße Arsenik auch zur Vertilgung der Ratten undMäuse aus den Apotheken verlangt: er darf jedoch niemals für sich alleinu. unvermischt, sondern nur nach folgenderIusammensetzung verkauft werden:

Nimm: Acht Loth fein gepulverten ArsenikSieben Loth feines Weizenmehl

Ein Loth feine Kohle, oder eben so viel ausgeglühten Kienrußund Einen Gran Bisam mit verdünntem Weingeiste abgerieben.Das Gemenge wird innig gemischt, und in wohl verstopften Krückenzu 2 Loth verwahrt.

Der weiße Arsenik wird auch häufig in Künsten und Gewerben ange-wandt, besonders in der Färberei, Kattundruckerei, bei der Bereitung desGlases, wobei er zugesetzt wird, um das in den Materialien befindlicheEisen in Oryd zu verwandeln, wovon das Glas weniger als vom Orydulgefärbt wird, zur Bereitung des Operments, Gcheeleschen Grüns u. s. w.Doch ist der Handel damit den nöthigen Beschränkungen unterworfen.

3) Die Arseniksäure. Sie wurde von Scheele entdeckt. Manerhält sie, wenn 8 Th. arsenige Säure mit 2 Th, concentrirter Chlorwasser-stoffsäure vou t,2 spec. Gew. gekocht werden, die man mit 24 Th. Sal-petersäure von 1,2; spec. Gew. in kleinen Portionen versetzt. Das Gemengewird in gläsernen Gefäßen, bis es die Consistenz eines Sprups erhalten,destillirt. Die Säure wird darauf in einen Platintiegel gegossen, und biszu einer dem Glühen nahen Temperatur erhitzt, bei welcher sie lange erhal-ten wird, damit alle Salpetersäure verjagt werde. Die so erhaltene Säureist milchweiß und ist wasserfreie Arseniksaure. Im Glühen wird ein Theilzersetzt, und man erhält eine geschmolzene Masse, die aus Arsenik- und auSarseniger Säure besteht, und die bei Auflösung in Wasser die letztere unauf-gelöst zurückläßt. In strengerer Hitze wird sie gänzlich in Sauerstoffgasund arsenige Säure verwandelt, welche sich verflüchtigen. Die wasserfreieArseniksaure lost sich beim Uebergießen mit Wasser nur theilweise auf, undläßt ein weißes Pulver unaufgelöst zurück, welches sich aber nach länge-rer Einwirkung des Wassers, zumal bei vsterm Umschüttest! der Flüs-sigkeit, ohne Rückstand auflöst. Vogel (Kastn. Archiv IX. 3. 1826.S. 3-s.) bestimmte die Auflösllchkeit der Arseniksaure in Wasser da-durch, daß er die Auflösung durch gelindesAbdampfen so weit concentrirte,daß sie etwas feste Säure absetzte, und er fand, daß 100 Th. Säure in aozTh. Wasser auflöslich sind, wobei die Auflösung ein spec. Gew. von 2,550Dnlk' s preuß. Pharmak. I. 8