Ar-stznieuin
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hat, und o,7i ihres Gewichts wasserfreie Arseniksäure enthält. Els-ner (Schweigg. Jahrb. XX. 1827. S. 348.) machte die interessanteEntdeckung, daß die Auflösung der Arseniksäure durch Zucker roth gefärbtwird. Bei Wiederholung dieser Versuche (Schw. Jahrb. >827. 12- S.444.) wurden ganz ähnliche Resultate erhalten. Die Ähnlichkeit Verklä-ren fyrupartigen Flüssigkeit mit dem schönsten Himbeersäfte ist auffallend,und im hohen Grade tauschend, nur muß die Arseniksäure in etwas cvn-centrirter Form angewendet werden, wenn dieseFärbung schnell eintretensoll. Die Farbe verliert aber bald ihre Reinheit, und wird braunroth,ohne daß die Flüssigkeit von ihrer Klarheit verliert. Das Licht scheintohne besondere Wirkung auf diese Erscheinung zu seyn.
Die Arseniksäure ist im Aeußern der arsenigen Säure ähnlich; sierothetstark Lackmus, ist anfangs beinahe geschmacklos, schmeckt dann sehr scharfund sauer; sie ist eine der stärkeren Säuren, und verjagt, unterstützt durchWärme, alle fluchtigen Säuren. Sie besteht nach Mitscherlich aus65,04 Arsen und 54,96 Sauerstoff; nach Lhssnard aus 65,4 Arsen und54,6 Sauerstoff, ist also zusammengesetzt aus i Doppelat. Arsen und 5 At.Sauerstoff, erhält demnach die Zahl As —1440,084, woraus durch Rech-nung gefunden werden: 6S,Z Arsen und 54,7 Sauerstoff.
Beide Säuren des Arsens geben eigene neutrale, basische und saureSalze. Sie zeichnen sich dadurch aus, daß, wenn sie auf Kohlen vordem Löthrohre erhitzt werden, sie einen starken Knoblauchgeruch aus-ftoßen, und mit Kohlenpulver gemischt und in einer Glasröhre erhitzt,metallisches Arsen geben. Glaser (Geiger's Magazin 1826. August.S. i5i.) hat die Bereitung eines sauren arseniksauren Kalis und einesarseniksauren Eisenoryduls angegeben.
Schwererde und Strontian sollen nach Moretti eine größere Ver-wandtschaft zur Arseniksäure, als zur Schwefelsäure haben, arseniksauresStrontian dabei leicht auflöslich seyn, nicht aber die arseniksaure Schwer-erde. Diese letztere (aus arseniks. Kali und salpeters. Baryt erhalten), mitTraganth zu Pasten gemacht, giebt nach Osann einen Leuchtstein, welcher,einer glühenden Kohle ähnlich, das Leuchten des bonvnischen Phosphorshinter sich läßt.
Mit dem Wasserstoffe verbindet sich das Arsen in 2 Verhältnissen:
1) Arsenwasserstoff in fester Form, wenn man bei der Zersetzungdes Wassers durch die Elektricität sich des Arsens als negativen Leitersbedient. Die Verbindung des Arsens mit dem Wasserstoffe scheidet sichvom Metalle in kastanienbraunen Flocken ab.
2) Arsenwasserstoffgas, vonScheele entdeckt. Man erhält diese Gas-art, wenn Zinn oder Zink mit feingepulvertem Arsen vermischt, und inconcentrirter Chlorwafferstoffsäure aufgelöst wird. Der Geruch ist stinkendund sehr unangenehm, und dem des Arseniks nicht ganz ähnlich. Diejeni-gen , welche mit dieser Gasarr Versuche angestellt haben, und die von den