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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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kleinen Quantitäten , deren Ausgang an den Gefäßen man oft bei den Ver-suchen nicht hindern kann, eingeathmet haben, sind von Angst, Müdigkeit,Schwindet, Ekel, Erbrechen und der hartnäckigsten Verstopfung befallenworden, gegen welche man Nee und schwefelwafferstoffhaltiges Wasser alsdie besten Linderungsmittel benutzt hat. Der verdiente Gehlen wurde vondiesem Gase gelobtet.

Hünefeld (Physiologische Chemie S. 133.) giebt bei dem Beweise .der fäulnißwidrigm Kraft des Arseniks an, daß sich nach geraumer Zeit dasArsen in Verbindung mit Wasserstoff als Arsenwasserstoffgas aus den damitvergifteten Leichen entferne, und eben wegen dieses Umstandes die Arbeitender Taridermie sehr schädlich werden können. Derselbe bemerkt (Hvrn'sArchiv 1826. Juli und August S. 10.), daß auch die mit Scheeleschem Grünangestrichenen Zimmer, besonders wenn sie auf ebener Erde, etwas dunkelund feucht sind, eine sehr schädliche Luft enthalten können; wenigstens mußein längerer Aufenthalt in solchen, zugleich nachlässig gelüfteten Zimmernsehr nachtheilig werden. Die arsenige Säure des mit thierischem Leim an-gerührten Scheeleschen Grüns wird zum Theil allmälig in Arseuwasserstoff-gas umgewandelt, was man schon durch den knoblauchartigen Geruch er-kennen könne.

Mit dem Schwefel kann das Arsen in allen Verhältnissen zusammen-geschmolzen werden. Wir kennen jedoch davon 3 Verbindungen in bestimm-ten Verhältnissen:

1) Schwarzes Schwefelarsen, wird erhalten, wenn die rothe Schwe-selungsstufe oder das Realgar mit einer Auflösung von kaustischem Kalidigerirt wird, wobei sich das Realgar in ein schwarzes, etwas ins Bräun-liche ziehendes Pulver verwandelt.

2) Rothes Schwefelarsen, Realgar, Sandarak. Man erhält dies,wenn Schwefel mit metallischem Arsen oder mit arseniger Säure, die imUeberschuffe zugesetzt worden sind, zusammengeschmolzen werden. Die Masseist halbdurchsichtig, schön rubinroth. Es wird im Großen dargestellt durchDestillation des Schwefelkieses mit Arsenkies. Von der Natur gebildetkommt es im Mineralreiche krystallisirt vor, und zwar in Sachsen, Böhmen,Ungarn, Siebenbürgen und vielen vulcanischen Gegenden, auch in Chinaund Japan. Besteht nach Berzeliusaus 70,04 Arsen und 29,96 Schwefel;ist demnach zusammengesetzt aus 4 At. Arsen (— 470,012) und 1 At.Schwefel (— 201,15g) und erhält die Zahl — 671,207. Klap-rvth fand das natürliche zusammengesetzt aus 69 Arsen und 31 Schwefel.Es wird in der Malerei gebraucht, wozu es schon die Griechen angewandthaben. Auch kommt es zu dem sogenannten weißen indischen Feuer, welchesman erhält, wenn ein Gemenge von 24 Th. Salpeter, 7 Th. Schwefel-blumen und 2 Lh. Realgar genau gemischt und entzündet wird. Das Feuerdieses Gemenges ist ganz farblos.

3) Gelbes Schwefelarsen, Rauschgelb, Auripigment, Operment, wirderhalten, wenn eine Auflösung der arseuigeu Saure in Chlorwafferstoff-

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