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säure durch Schwefelwasserstoffgas niedergeschlagen wird. In der Auflösungder arsenige» Säure in Wasser dringt Schwefelwafferstvffgas eine gelbeFarbe hervor, aber erst durch Ansatz einer stärker» Säure schlägt sich Schwc-felarsen nieder. Der Niederschlag ist schön citronengelb, und in Säurenunauflöslich, wird aber von Salpetersäure und Königswasser zersetzt.
Im Großen wird das Operment dadurch bereitet, daß man einen TheilSchwefel und zwei Theile ungereinigte arsenige Säure in Sublimirgefäßenerhitzt. Ein Antheil Schwefel wird durch den Sauerstoff der arsenigenSaurem schweflige Säure verwandelt, der übrige sublimirt sich mit demmetallischen Arsen verbunden zu Rauschgelb. Dieses erscheint in schwerencitrougelben Massen, welche einen muschligen Bruch haben, und in dünnenBlättchen halbdurchsichtig sind. Es wird in der Färberei benutzt, oft auchals dcsorydirendes Mittel bei der Auflösung des Jndigs.
Diese Verbindung kommt auch, jn Massen von biegsamen, gelben,glänzenden Blättern, bisweilen mit kleinen Antheilen der vorhergehen-den gemengt, in der Natur krystallisirt vor, und zwar hauptsächlich inUngarn, Siebenbürgen, Natvlien und in einem großen Theile desOrients. Klaproth fand sie zusammengesetzt aus 62 Arsen und 38Schwefel. Nach Berzelius besteht das Rauschgelb aus 60,92 Arsenund Z9,o8 Schwefel, d. h. aus 2 At. Arsen und 3 At. Schwefel, underhält die Aalst X- 8-----1543,579.
4) Das mit der Arseniksäure proportionale gelbe Schwefelarsen wird er-halten durch Fällung einer etwas concentrirten Auflösung von Arseniksäuremit Schwefelwafferstvffgas, oder durch Zersetzung einer concentrirten Auf-lösung von arseniksaurem Kali mittelst dieses Gases und durch Fällung deSdabei gebildeten Schwefelsalzes mit Chlorwasserstoffsäure. Man erhält einender vorigen Schwefelungsstufe so ähnlichen Niederschlag, daß er dem An-sehen nach nicht davon unterschieden werden kann, außer etwa durch dieetwas hellere Farbe. Er besteht aus 48,3 Arsen und 51,7 Schwefel, d. h.aus 2 At. Arsen und 5 At. Schwefel, ist also 8' —1945,909.
5) Eine noch höhere Schwefelungsstufe des Arsens. Diese fünfte unddie erste Schwefelungsstufe stehen nicht in einem solchen einfachen Verhält-nisse, wie die 2te, zte und 4te (nämlich 2, 3 und 5). Das erste bestehtaus 96,53 Arsen und 3,47 Schwefel, das letzte dagegen aus 20 Arsenund 60 Schwefel. Beide sind nur in chemischer Rücksicht zu bemerken.
Mit den Metallen verbindet sich das Arsen leicht; die geschmeidigenwerden davon spröde, und die schwerschmelzenden leichtflüssiger.
Wird Arsenik mit fetten Oelen gekocht, so erhält man eine dunklepflasterähnliche Masse, die einen sehr unangenehme» Geruch verbreitet.
Auf lebendige Thiere und auf Pflanzen (Marcet's Versuche in Schw.N. I. XV. 1825. S. 340.) wirkt dieses Metall ohne Ausnahme wie einzerstörendes Gift. Die Arseniksäure und nach ihr die arsenige Säure sinddie giftigsten Verbindungen dieses Metalls. Ihre Salze und das Schwefel-arsen sind es in weit geringerem Grade, Orfila (Torikologie, übers. von