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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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der Gedärme zurück, die oft durch Unvorsichtigkeit und schlechte Behand-lung den Tod zur Folge haben kann. Diese Empfindlichkeit erfoderteinen oft wiederholten Gebrauch von Opium und Milchdiät. 2m All-gemeinen ist es weit leichter, alte, als junge Leute zu retten, und beiThieren hat man gefunden, daß sehr alte, oft ohne bedeutende Beschwer-de, Dosen vertragen, die junge Thiere von derselben Gattung schnell todten.

Da die Gesetze Leben für Leben federn, so ist es nöthig, daß allediese Zeichen einer geschehenen Vergiftung auch durch die wirkliche Anwe-senheit des Giftes in dem Inhalte des Magens und der Gedärme, oderin den Stoffen, deren sich der Kranke durch das Erbrechen entledigthat, bestätigt werden. Man sucht dann zuerst die arsenige Säure infester Form auf, und entdeckt sie dabei öfters in Gestalt kleinerer odergröberer weißer Körner, Man untersucht, ob sich solche Körner in denLonienüs befinden, auf die Weise, daß der ganze Inhalt des Magensund der Gedärme in Waffev gelegt und damit angerührt wird, wodann die Arsenikkörner eher als die andern Substanzen zu Boden sinken,und gesammelt werden können. Man untersucht auch die innere Hautdes Magens, besonders die am meisten inflammirten Stellen, ob sichkeine Körner von arseniger Säure darin festgesetzt haben.

Die Ausmittelung des Arseniks bei Leichnamen ist demnach einer derwichtigsten Gegenstände der gerichtlichen Medicin, und es ist dieser Ge-genstand daher auch seit langer Zeit mit vorzüglicher Sorgfalt bearbeitetworden. Die vorzüglichsten Reagentien zur Entdeckung des Arseniks sind t

i) Das Schwefelwasserstoffgas oder die Hvdrothivn-säure, aus durch Ausammenglühen von Aetzkalk und Schwefel frisch berei-teter, keine Kohlensäure enthaltender Schwefelleber, oder am besten aus demSchwefeleisen durch Salzsäure entwickelt. Da etwanige Kohlensäure dieWirksamkeit dieses Reagens bedeutend schwächt dadurch, daß sie die Auf-nahme des Schwefelwafferstoffgases von der durch jenes Gas angeschwän-gerten Flüssigkeit hindert, so ist es nöthig, die Flüssigkeit zur Vertreibungder Kohlensäure nicht nur aufzukochen, sondern auch sie einzuengen, weilbei einer geringen Quantität Arsenik sich ^rst dann der Niederschlag aus-scheidet. Schumann fand es noch vorzüglicher, die gelbgefärbte Flüssig-keit gefrieren zu lassen, aus welcher sich dann nach dem Austbauen der Nie-derschlag, wahrscheinlich durch vermehrte Krpstallanziehung, ausschied. Nochmehr hat man auf Entfernung eines etwa in der zu prüfenden Flüssigkeitvorhandenen freien Alkalis, durch Ansatz von Essig - oder Weinsteinsäure,zu achten, weil durch jenes die Einwirkung des Gases auf Arsenik gänzlichaufgehoben wird. Ist Arsenik in der Flüssigkeit vorhanden, so wird ihrdurch dasGas eine citronengelbeFarbe mikgetheilstdie auch noch bei im>,uov-sacher Verdünnung bemerklich wird, jedoch ohne alle Trübung, wenn nichteine stärkere Säure, namentlich die Chlorwafferstoffsäure oder die Wein-säure zugesetzt worden, in welchem Falle Schwefelarsenik als ein flockigercitrongelber Niederschlag zu Boden fällt, der auch bei iso,noofacher, nach