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welcher in einer an dem einen Ende zugeblasencn Röhre in geschmolzenenAustand gebracht ist. Das Schwefelarsen orydrrt sich mit einigem Auf-brausen, aber ohne Fenererschemung, die nur bei größeren Portionen sichzeigt, worauf das übrigbleibende Salz, nach Verhältniß schwefelsaures undarseuiksaures Kali enthaltend, in so wenig Wasser als möglich aufgelöst,die Auflösung mit Kalkwasser im Ueberfchuß versetzt, und zum Kochen erhitztwird, worauf sich der arseniksaure Kalk besser sammelt, der hierauf aufdie angegebene Weise der Redaction unterworfen wird. Diese Methodewird bei einiger Aufmerksamkeit den Erfolg nicht verfehlen lassen, und er-setzen keine besondere Kunstfertigkeit, die schon mehr bei der folgendenMethode in Anspruch genommen wird. Bisweilen, sagt Berzelius,gelingt die Reduction des Schwefelarsens ganz vortrefflich, wenn man das-selbe auf den Boden einer am Ende ausgezogenen und daselbst zugeblasenenGlasröhre bringt, vorne einen Stahldraht hineinsteckt, und über diesen,nachdem man ihn zuvor zum starken Glühen gebracht, das Schwefel-arsen langsam in Dampfgestalt hinwegleitet. Der Schwefel verbindet sichmit dem Eisen, und das Arsen setzt sich vorne in metallischer Gestalt an.Allein dies mißglückt auch oft, so daß, wenn man nur kleine Quantitätenbesitzt, man sich nicht darauf verlassen kann, was häufig auch von der fol-genden Methode gilt: Man bringt das Schwefelarsen in eine offene Glas-röhre, welche die Dicke einer Schreibfeder und 4 —5 Zoll Länge besitzt,und röstet es nun auf die Weise, daß, wenn man das Rohr schief hältund dies oberhalb der Probe erhitzt, der Dampf über die heißeste Stellehinweggehen und verbrennen muß. Die Röstung muß so lange betriebenwerden, daß nichts unverbrennt fortgehe. Die arsenige Säure schießt an,und wird nach einer Stelle Hingetrieben. Man zieht die Röhre danebenaus, jagt die arsenige Säure in den ausgezogenen Theil und reducirt siedaselbst mittelst Kohle. Berzelius (Löthrohr 1828 . S. 144.) giebtzwaran, daß es niemals mißglückte, das Arsen auf diese Weise darzustellen, be-merkt jedoch gleich darauf, daß esUngeübten nicht zum ersten Male glücke,das Rösten gehörig zu leiten, daß man aber in kurzer Zeit die Handgriffeerlerne. Daraus folgt nun aber, daß nur der Geübte diese Methode beigerichtlichen Untersuchungen befolgen kann, der Ungeübte aber nur einesichere Methode befolgen müsse, wie diejenige ist, welche Berzelius inseinem 8ten Jahresbericht S. 15» angegeben hat. In eine Röhre, diean einem Ende zur Dicke einer Stricknadel ausgezogen und an beiden Endenoffen ist, bringe man das mit einem Ueberschusse von kohlensaurem Natronund etwas Wasser zusammengeknetete Schwefelarsen — wenn die Masseklein ist, ansein kleines Stück einer ausgezogenen Glasröhre, die manin die große schiebt — bis auf einen Zoll von dem ausgezogenen Ende.Man erhitzt, so daß das Schwefelarsen mit dem Natron zusammenschmilzt.Hierauf leitet man einen schwachen Strom von zuvor über Ehlorcalcinmgegangenem Wasserstoffgas in die Röhre, und erhitzt, sobald die Luft ans-getrieben ist, das arsenschwcflige Salz bis zum vollen Glühen mittelst der