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Flamme einer Weingeistlampe, welche man gegen das Ende mit dem Löth-rvhr verstärkt. Das Arsen wird von, Wasserstoff redncirt (dabei wasserstoff-schwefliges Schwefelnatron gebildet) und in den kalten Theil der Röhreabgesetzt, von wo es mittelst der Flamme in den verengerten Theil derRöhre getrieben wird, wo es ein metallisch spiegelndes Ansetzn erhält. DasWafferstoffgas muß jedoch selbst arsenfrei sevn. Dieses Verfahren ist sehrsicher, und wenig umständlich. Man bringt durch den Pfropf einer gra-nulirtesZink enthaltenden Flasche eine Meltersche Röhre, ,und zugleich eineandere im rechten Winkel gebogene dünne Glasröhre. An diese befestigtman eine etwa 8-9 Zoll lange, Chlorcalcium enthaltende Glasröhre,welche an beiden Enden, um das Ausschütten des Salzes zu verhüten, mitMouffelin umbunden ist, und befestigt an diese wieder die kleine ausgezogeneoffene Glasröhre, welche die Probe enthalt. Die Befestigung der Röhrenaneinander geschieht dadurch, daßmün dünnes KautschoUck mit einer scharfenScheere in solche Form schneidet, daß die frisch beschnittenen sogleich an-einandergefügten Seiten eine passende Röhre bilden, welche au die Endender beiden Glasröhren mit Bindfaden festgeschnürt wird. Die frisch verei-nigten Seiten des Kautschoucks schließen völlig luftdicht, und man erhälteine leicht bewegliche Verbindung zwischen den Glasröhren, deren Zerbrechendadurch vorgebeugt wird. Wenn alles luftdicht verschlossen ist, gießt mandurch die Weltersche Röhre verdünnte Schwefelsäure in die Eutbindungs-slasche, läßt das sich entwickelnde Wasserstoffgas eine Weile durch den Appa-rat streichen, und bringt dann die Weingeistlampe unter die Stelle derGlasröhre, wo die Probe liegt; zuletzt verstärkt man die Weinqeistflammemit dem Löthrvhr, und sehr bald sieht man, war in dem gelben Nieder-schlage Arsen vorhanden, dieses metallisch die Wände der Glasröhre über-ziehen. Nicht minder sicher ist folgendes noch einfachere Verfahren: Aufder Spitze eines Platindrathes, wie man dergleichen bei Löthrohrvcrsnchengebraucht, schmelzt man bei ganz gelinder Wärme die Schwefelarsen ent-haltende Probe mit kohlensaurem Natron zusammen, so nämlich, daß vondem Schwefelarsen nichts verflüchtigt werde- Nachdem das Aufbrausenvorüber ist, nimmt man die Probe ab, was von dem Platindraht leichtgeschehen kann — von einer Glasröhre,aufwelcherdasZusammenschmelzenauch bewirkt werden könnte, läßt sich die Probe nicht so gut abnehmen —bringt sie in einen kleinen erwärmten Mörser, mischt sie mit etwas frischausgeglühtem Koylenpulver zusammen, schüttet das Gemisch sogleich in einetrocken ausgezogene Glasröhre, und bewirkt auf die bekannte Weise dieKeduction. Noch eine andere sehr leicht ausführbare und dabei sichere Me-thode hat LiebigsPoggend. Ann. XIU.S. 43 Z.) angegeben: DasSchwe-felarsen wird stbarfgetrocknetund auf den Boden einer ausgezogenen Glasröh-re gebracht; auf dasselbe schüttet man eine 2 —3 Linien hohe Schicht voitfrisch verkohltem weinsaurem Kalke, ohne es damit zu mengen, erhitzt dannerst den Theil der Glasröhre mit dem Fluß, und dann das Uebrigeabwärts,wobei man die Weingeistflamme mittelst des Löthrchrs verstärkt.
Dulk' s preuß. Pharmak. s. Aufl. I. 9