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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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130
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Bei so scharfen Proben, wie diese, wobei selbst kleine Spuren derEntdeckung nicht entgehen, muß man wohl überzeugt seyn, daß die ange-wandten Reagentiim keinen Arsenik enthalten, denn es kann leicht der Fallseyn, daß die Salzsäure arsenikhaltig ist, weil die zur Bereitung derselbenangewandte Schwefelsäure aus arsenhaltigem Schwefel oder arsenhaltigenKiesen bereitet ist. Man muß deshalb zuvor untersucht haben, ob sowohldie zur Entwickelung des SchwefelwafferstoffgascS angewandte Schwefelsäureals auch die Salzsäure arsenikfrei ist, dadurch nämlich, daß man durch dieseSäuren einen Strom Schwefelwafferstvffgas hindurch leitet, wobei jedochzu beachten ist, daß bei einem Gehalte an schwefliger Säure in der Schwe-felsäure, und von Chlor in der Salzsäure, Schwefel niedergeschlagen wer-den würde.

Bcrzelius erinnert noch mit Recht, daß kein Arzt oderChemikerein gesetzliches Zeugniß über eine solche Untersuchung, wobei Gift gefundenworden, abgeben solle, wenn er nicht selbst beim Herausnehmen der Massegegenwärtig gewesen, oder wenn sie nicht in Gegeüwart gültiger Zeugenherausgenommen, und sogleich mit ddn Siegeln und der Aufschrift dieserZeugen versehen und bestätigt ist.

Die Wurzel. Beifußwurzel.

^rlemisin vulgärste jtziinn. Eine ausdauernde in Deutsch»land häufige Pflanze.

Die kegelförmige, gekrümmte, an der Spitze in mehrere langeNeste getheilte Wurzel, abwärts sehr zahlreiche und verlängerteNeste ausschickend, der Länge nach etwas runzlig, außen vonweißer Farbe, von erdigem Gerüche, süßlichem, schleimigem, zu-letzt scharfem Geschmacke. Im Herbste zu sammeln. Nur diedünneren Neste sind anzuwenden, und die Wurzel muß nicht ge-waschen werden.

vulgäri; Istinn. Geiueiner.Beifnß.

Abbild. Hayne Arzn. Gew. Bd. ll. Taf. rr.

8z-5t. rexusl. LI. XlX. Orcl. 2. 8z-ngener,'s ruperklus.

Oecl. »slui-ill. gz-nsniliere-ie isticl!. Irih.Loi-^-mhikerse stu5!. gen.

Eine überall an Wegen, Zäunen und wüsten Stellen gemeine Pflanze.Der perennircnde Wurzelstvck löst sich in viele lange ästige gelblich-weiße Fasern auf, und treibt an seiner Spitze mehrere Stengel. Diese sindaufrecht, etwas eckig, glatt, ästig, 4—5 Fuß hoch, der Länge nach ge-streift, bei einigen Pflanzen roth, bei andern weiß. Die Wurzelblättersind gestielt, herzförmig, stumpf, dreilappig, gezähnt; die Stengelblättcrsind doppelt gefiedert-zerschnitten (Kipinnstilick-,); die Abschnitte lancett-förmig, zugespitzt, mehr oder minder gezahnt; nach der Spitze des Stem