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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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131
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M hin werden die Blätter einfach gefiedert; zerschnitten, mitlinien-lancett-sörmigen Abschnitten, und in der Nähe der Blüthen bleiben nur diese alsdie ganzen Blätter übrig. Alle sind oben grün und glatt, unten aber miteinem weißen seidenartigen Filze bedeckt. Die kleinen Blüthenkvpfchen, mitfilziger Hülle und nacktem, borsrenlofem Vlüthenbodcn, stehen in länglichenAehren an der Spitze der Zweige. Die Pflanze blüht im Juli und August.

Die Wurzel ist in neuerer Zeit von vr. Burdach in Triebe! als einwirksames Nntiepilepti-mi» empfehlen, worauf auch von Grase in derCharite zu Berlin Versuche mit Erfolg angestellt worden sind (Hufel.Journ.1824,182Z und 1826.; Gräfe und Wallher Jouru. VI. S. 557.). NachBurdach's Anleitung müssen die kit-rill«« nebst der saftigen Rinde desWurzelstvcks, als die allein wirksamen Theile, von dem holzigen Theileder Pfahlwurzel- schon frisch, bald nach dem Einsammeln, losgeschnittsn-und keinesweges darf die ganze Wurzel getrocknet werden. Diese Theilemüssen nicht abgewaschen, behutsam getrocknet, und sogleich gepulvert wer-den, wobei die holzigen weißen Fasern abzusondern und wegzuwerfen sind.Frisch hat sie einen schwachen, sorgfältig getrocknet einen specifischen starkemGeruch. DasPuivbmuß in verschlossenen Gefäßen, vor dem Einflüssedes Lichts und der Luft geschützt, aufbewahrt werden. 2

B.rez und Elieson (Taschenbuch 1826. S. 57.)haben die Wurzelanalpsirt. Sie erhielten ein ätherisches krpstalliniscbes Oel, von gelblicherins Grünliche spielender Farbe, von einem durchdringenden, ganz specifischenGerüche, und einem ekelhaft bitterlichen, anfänglich brennenden, dann küh;lenden Geschmacke und butterartiger Cvnsistenz, leichter als Wasser; Pflan-zeneiweiß, durch Sieden des frisch gepreßten Saftes ausgeschieden; Schleim-zucker; austrocknendes Pflanzenfett; Cerin; Weichharz; harzigen Farbestoff;adstringirenden Stoff; Kleber; gerbestoffhaltigen Ertractivstoff; Eisen graufällenden Gerbestoff; Pflanzenaummi; Faserstoff. Die eingeäscherte Pflan-zenfaser gab salzsauren Kalk, schwefelsaures Kali, schwefelsaure Talkerde,viel Eisen, Phosphorsauren Kalk und Kieselerde.

Hummel undJanicke (Gräfe und Waltber Journ. 1826. S-461.) fanden: grünes fettes Lel; Balsamharz von scharfem Geschmacke;Halbharz; Gerbestoff; süßen Ertractivstoff; grimmigen Ertractivstoff; grauein Wasser und Alkohol unauflösliche Substanz; Holzfaser.

Die Wurzel wird in Pulverform und zwar in Dosen von zo—ao Grangegeben. Die getrockneten Blätter dieser Pflanze und vorzüglich die weicheWolle, welche die untere Fläche der Blätter bedeckt, nach Birdekn die innernwolligen Fibern des Beisußes, welche durch Stoßen und Reiben zwischenden Händen von den übrigen Theilen abgesondert werden, sollen die be-'rühmte Möra der Chinesen und Japaner abgeben.

Der Aberglaube ertheilte diesem Kraute, in die Schuhe gesteckt, dieKraft, die Müdigkeit im Gehen zu verhütet;, daheb der Name Beifuß.

(Ueber die officinellen Artemisien, von Pros. Dierbach in Geiger'sMagazin 1Ü27. Januar, März und Mai.)

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