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^rum
*s^r-n-n. Die Wurzel. Aronswurzel.
^rum lnsculstum ttinn, Gemeiner Aron.
Abbild. Düsseld^ Samml. ofsic. Pflnz. Lief. N. Taf. S4.
8^-t. sexual. 01. XXI. lVIonoecis. Orcl- Lol^snilrks.
Orü. natural. Xroi-less,
Diese ausdauernde Pflanze wächst im südlichen und mittlern Europa,z. B. in Wcstphalen. Die Wurzel besteht aus einen, fleischigen, weißen,haftlnußgroßen Knollen, welcher nach unten mit Wnrzelfasern besetzt ist.Der Schaft ist rund- 6— 7 Zoll hoch, und nach unten mit häutigen Schei-den umgeben. Die Blätter, vvm Wurzelhalse entspringend, sind langgestielt,9 — 10 IM hoch, xfeilförmig, am Rande uugetheilt, oben grün und glän-zend, bisweilen schwarz gefleckt. Die eingeschlechtigeit Blumen ohne Kelchund Krone stehen auf einem Kolben, dessen ünterer Theil mit ungefähr zgweiblichen Blumen (bloßen Pistillen) besetzt ist; über denselben sitzen einegroße Anzahl von Staubfäden, welche eben so viel männliche Blumen sind;der oberste Theil des Kolbens ist nackt und dnnkelbraunroth, an der Spitzeetwas keulenförmig. Dieser ganze Kolben (8p->fllx) wird an seinem Grundevon einer viel längern, am untern Theile etwas aufgetriebenen, dann übereiner Einschnürung sich öffnenden und ausbreitenden, außen blaßgrünen,purpurfarbig geränderten Kvlbenhülle(8pstl>->) umgeben, sö baß der untereTheil des Kolbens mit den weiblichen Blumen verdeckt ist, der obere keu-lenförmige nackte Theil aber bis etwa auf die Hälfte des eiförmig zugespitz-ten blattartig ausgebreiteten obern Theiles der Kolbenyülle reicht. Bei derReife bilden die sich zu erbsengroßen, röthlichen Beeren entwickelnden Pistilleeine dicke Aehre, nachdem der obere Theil des Kolbens nach vollbrachtemVefruchtungsgeschäfte abgefallen ist.
Die länglich eirunde, allenthalben mit kleinen Kanten versehene, aus-wendig gelblichweiße, inwendig weiße Wurzel ist frisch von einem äußerstscharfen, dem spanischen Pfeffer ähnlichen, brennenden Geschmacke, beim Zer-quetschen durch den Dunst Nase und Auge heftig reizend, auf die Haut ge-legt rothmachend und blasenziehend. Im Keller in Sand eingegraben be-hält sie die Schärfe ein Jahr lang, sie verliert aber dieselbe durchs Trock-nen größieutheils, und durch langes Liegen gänzlich, so daß sie dann schnee-weiß, ganz mehlig wird, und fast wie Kreide abfärbt.
Die Schärfe liegt in einem Milchsäfte, welcher sehr purgirend wirkt,und den Tod herbeiführen kann.
Die Wurzel kommt gewöhnlich in den Apotheken von der äußern Hautbefreit vor; wenn sie nicht sehr alt ist, so entwickelt sie beim Kauen nocheinige Schärfe. Es soll seit einiger Zeit eine Arouswurzel in zollgroßen,runden, mehrere Linien dicken Scheiben vorkommen, von der C. W. M ar-tins (Buchn. Report. XXl^. S. 85.) glaubt, daß sie von ^rum iwli-cum, einer im südlichen Frankreich ziemlich häufig wachsenden, durch dop-pelte Größe ausgezeichneten Pflanze, gesnnelt iverde.