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Bucholz (Almanach 1810. S. i22.-> bat die trockne Wurzel zerlegt,und inoo TH. zusammengesetzt gefunden aus: Stärkemehl 7ir; traganth-ähnlichem Stoff 130; Gummistoff 5ü; schleimzuckerartigem Pflanzenseifen-stoff aa; besonderem fetten Oele 6.
Da diese Analyse nicht mit frischen Wurzeln vorgenommen werdenkonnte, so kaun sie auch über den eigentlich wirksamen Bestandtheil, dasflüchtige Princip, keinen Aufschluß geben; er scheint aber alkalischer Naturzu seyn, da der aus den frischen Wurzeln gepreßte Saft den Veilchensastgrün färbt.
Die Wurzel wurde sonst häufig in Pulverform verordnet, letzt wird sienur noch selten gebraucht.
äss tsstläa. Stinkender Aland.
Der an der Lust eingedickte Saft aus der durchgeschnittenenWurzel der ?sruta lootiäa einer perenni-
rcnden Pflanze Persiens.
Ein Gummiharz, in außen rosenfarbig - braunen, innen weiß-lichen, meistentheils unter sich zusammengebackenen, bisweilenetwas durchscheinenden Stücken oder Körnern, von einem Fett-glanzs, zähe, unter den Fingern sich erweichend, von einem scharf-bitterlichen Geschmacke, und knoblauchartigen ekelhaften Gerüche.In Wasser wird es zum Theil mit weißlicher trüber, in Al-kohol zum Theil mit gelbröthlicher klarer Auflösung aufgelöst.
kerula koetiüq. ttsempft Stinkasand - Seckenkraut.
Abbild, Düffeld. Samml. ofsic. Pflnz. Lief. XVM. Taf. 16.
8^st. roLusI. LI, V. Orü. r. kentanciri» OiMni«,
Orck. nsrural. klmbeliikerss.
Der Stinkasand, Teufelsdreck, war seit langer Zeit her als Arznei-mittel geschätzt, doch wußte man nichts Genaues von der Pflanze, die ihnlieferte. Kämpfer reiste im Jahre 1687 nach Persien, von wo nämlichder Aland bezogen wurde, und bestimmte die Pflanze.
Diese Pflanze wächst auf den Gebirgen der persischen Provinzen Cho-rs sän und Laar.
Die Wurzel ist spindelförmig, der Pastinakwurzel ähnlich, bald einfach,bald ästig, mit einer dunkelschwarzen Rinde bedeckt, innen weiß. Die Blät-ter sämmtlich an der Wurzel stehend, gestielt, dreifach dreizählig, einiger-maßen den Päonienblättern ähnlich. Aus her Mitte der Wurzelblätter er-hebt sich ein nackter, walzenründer, gestreifter, 5 — 6 Fuß hoher Stengel,mit häutigen Scheiden besetzt. Die blaßgelben Blüthen bilden große, 12- bisLostrahlige Dolden.
Die Wurzel enthält einen milchigen Saft, weicher ausgetrocknet den