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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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Asand liefert. Zur Gewinnung desselben wählt man die Wurzeln, welchewenigstens 4 Jahr alt und dicker als ein Arm sind. Der obere Theil sol-cher Wurzeln wird von der Erde befreit, und die Wurzel dann oben querdurchgeschnitten. Der Milchsaft, der in Menge herausquillt, trocknet durchdie Sonne ein, worauf selbiger weggenommen und die Operation so langewiederholt wird, bis die Wurzel keinen Saft mehr giebt. Nach Andern batder frische aus der Wunde herausgequollene Saft eine Neigung in Faulnißüberzugehen. Und muß daher sorgfältig vor der Sonne geschützt werden.

Der frische Asand soll nach K ä mpfer einen so außerordentlich starkenGeruch besitzen, daß eine Drachme frischer flüssiger Saft stärker riecht, als1»» Pfund trockner Asand. Je langer man ihn aufbewahrt, desto schwä-cher wird der Geruch. Die Perser müssen zum Transport dieser Waareentweder besondere Schiffe miethen, damit nicht die andern Waaren vondem Gerüche durchdrungen und verdorben werden, oder die mit Asand an-gefüllten Sacke oben an den Mastbaum hängen.

Wir erhalten den Stinkaland in unförmlichen Massen von verschiedenerGröße, Für die beste Sorte hält man diejenige, welche in einer bräunlichen,stellenweise röthlicheu Masse viele mandelförmige Stücke von weißlicherFarbe,die auf dem Bruche glänzend, mnschlig, undurchsichtig sind, die nach einigerZeit auf dem frischem milchweißen Bruche durch den Einfluß der Lust einepfirsichblüthroths oder auch violettrothe Farbe annehmen, an der Lichtflammemit dem eigenthümlichen Geruchs fast so leicht wie Campher brennen, wo-bei sie eine geringe, leichte, etwas glänzende Kohle zurücklassen, eingemengthält. Spec. Gew. — i,z»g.

Außer dieser besten Sorte kommen auch noch schlechtere Sorten imHandel vor, welche desto schlechter sind, je mehr die Masse feucht, schmierig,dunkelbraun, fast schwärzlich, mit vielen Unreinigkeiten vermengt, auch ge-wöhnlich viel schwerer ist. Auch soll eine völlig verfälschte ei-s koeUfla,aus Harz mit Knoblauchssaft angestoßen, vorkommen. Per Mangel derEigenschaften des guten Alands, die Sprödigkeit, der stark glänzende Bruch,und die vollkommene Auflöslichkeit in Weingeist, so wie der Geruch beimVerbrennen werden den Betrug erkennen lassen. Ferner will matt eine Ver-mengung mit Ammoniakgummi bemerkt haben (Martins in Buchn. Repert.XV. i. 72.), und zwar in der Att, daß die Stücke fest in einander ge-flossen sind, so daß es wahrscheinlich wird, diese Verfälschung finde schonim Mutterlande statt. Tro mmsdo rff(dessen I. i. 2. S- 1Z7.) erhieltaus 4 Unzen Asand so Gran leichtes und 2» Gran schweres ätherischesDel; und 1000 Th. bestehen nach dieser Analyse aus: ätherischem Oele Zi.Schleimstvff 5vo; Harz 24»; Holzfaser und Unreinigkeiten 229. '

Nach einer Analyse vonPeNetier bestehen i oo Lh. aus: Harz 65,»»;Gummi)9,14; Bafforin (Traganthstoff) ii,66; ätherischem Oele 5,6»;saurem äpfelsauren Kalke (eine Spur) und Verlust'g,zg.

Brandes (Buchn. Repert. Vll. i.S. 120.) hat in io» Th. folgendeBestandtheile angegeben: in Weingeist und Aether lösliches Harz 4?,25;