Buch 
1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
Entstehung
Seite
136
JPEG-Download
 

»36

^ssruni

Man gieb: den Asand am häufigsten in Pillen, weil auf diese Weifeder widerliche Geruch und Geschmack am besten versteckt wird. Für sichkann er schon mit einigen Tropfen Weingeist zur Masse angestoßen werden;werden Ertracte zugleich verordnet, so muß auch, der bessern Consistenz derMasse wegen, ein vegetabilisches Pulver zugesetzt werden. Soll der Asandin flüssiger Form verordnet werden, so läßt man ihn mit Eidotter undWasser abreiben, oder wählt den geistigen Auszug. Außerdem wird derAsand im Klystier, Pflaster rc. verordnet, und geht in verschiedene pharma-ceutische Präparate ein.

Die uns so widerliche -i;» koetifl« wird von den Persern zur Wär-znng ihrer Speisen und Getränke benutzt; ja auch in Europa hat diesesGewürz, weiches einigermaßen dem Knoblauch ähnlich ist, bisweilen Bei-fall gefunden.

Die Wurzel. Haselwurzel,a^sai-um Luropsoum I2nn. Eine ausdauernde IN Wäldernwachsende Pflanze Deutschlands.

Die im Knie gebogene, der Länge nach runzlige, graulich-braune Wurzel, mit einer äußern, nach innen weißen, das weißeHolz wie eine Linie umgebenden Rinde, sehr zahlreiche dünneverschlungene Wurzelfüßern ausschickend, von bitterm, scharf wi-derlichem Geschmacke und Niesen erregendem Gerüche. 2m, Mo-nat August einzusammeln.

aprorum Lrucvpgeum I.lnn. Europäische Haselwurz.

Abbild. Düffeld. Samml. vfstc. Pflnz. Lief. II. Taf. 2 Z.

^ Hapne Arzn. Gew. Bd. I. Taf. 4t.

rexusl. 61. Xl. Or-l. 1. Oocleosnärm lVlonox^nia.

Oi-fl. natursl. ^riitologhlege.

Das Hgselkrant wächst durch ganz Deutschland und auch im übrigenEuropa in schattigen hochliegenden Wäldern unter kleinen Gebüschen, besoir-ders unter Haselsträuchern. Die Wurzel ist kriechend und von der Dickeeines Strohhalmes. Die Stengel sind klein, kaum einen Zoll hoch, zottig,etwas liegend, und endigen sich in zwei auf z —4 Zoll hohen Stielen be-findliche Blätter, aus deren Theilung die Blume sich erhebt. Die Blättersind nierenförmig, ganzrandig, oben glänzend, glatt und von dunkelgrünerFarbe, unten aber blässer, mit netzförmigen Adern durchzogen, und zuweilenetwas behaart. Die Blüthen stehen einzeln auf kurzen Stielen, sind kleinund von schwarz purpurrother Farbe.

Die Pflanze blüht im März und April.

Es werden von dieser Pflanze die Blätter, vorzüglich aber die Wurzelbenutzt. Diese hat einen scharf bittern, ekelhaften, erhitzenden Geschmack,und einen demBaldrian etwas ähnlichen, einigermaßen gewürzhasten Geruch.