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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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Durch das Trocknen werden Geruch und Geschmack beträchtlich vermindert,und bei langem Liegen gehen beide fast gänzlich verloren, daher sie je älterdesto unkräftiger wird.

Es sollen zwar nur die Wurzeln eingesammelt werden, gewöhnlichfindet man aber die Wurzel mit den jungen Blättern; auch werden dieBlätter für noch wirksamer gehalten, als die Wurzel.

Die Wurzel des Märzveilchens (Viola oäorals), mit der die obigeWurzel verwechselt werden könnte, unterscheidet sich durch ihre gelblichgrünrFarbe und Gerucblosigkeit.

Görz (Pfaff's IVlat. meü. III. S. 229.) erhielt bei der Destillation derWurzel mit Wasser ein milchiges, stark riechendes, ekelhaft scharf und cam-pherartig schmeckendes Destillat, aus welchem sich das zu einer campherährl-lichen Masse verdickte ätherische Oel (Haselwnrzcampher) während des Do-stillirens in kleinen weißen Körnern, und nach dem Erkalten binnen einige»Tagen in weißen langen, zarten, spießartigen Krystallen, nach Lassaigneund Feneulle (Trommsd. N. I. V. 2. S- 7t.) in viereckigen, perlfar-benen und durchsichtigen Tafeln absetzte. Diese Substanz war in Weingeistauflöslich und hinterließ beim Verflüchtigen auf Papier einen Fettfleck. DerGeruch war campherartig und dabei auch eigenthümlich gewürzhaft. Dasvon Zeller (Buchn. Repert.XX.VI. S-. 449.) erhaltene Oel von grünlich-gelber Farbe wurde zwar bei —5° R. trübe und dicklich, zeigte aber keineNeigung zur Krystallisation. Lassaigne und Feneulle geben folgendeBestandtheile der Hasekwurzcl an: 1) ein flüchtiges krystallisirbares Oe!;3) ein sehr scharfes fettes Oel; 5) eine gelbe Materie, ähnlich der Cytisine(siehe briste«. Die Blumen), in welcher die Eigenschaften der Haselwurzelzu liegen scheinen; 4) Satzmshl; 5) Schleim; 6) Ulmin; 7) Citronen,säure; 8) saurer citronensaurer und äpfelsaurer Kalk; 9) ein essigsauresSalz, ein Ammoniaksalz und Mineralsalze.

Der Aufguß der Haselwurzel ist röthlichbraun, durchsichtig und brechen-erregend; die Abkochung ist nicht mehr brechenerreggend, dagegen noch pnr-gireud. Das ekelerregende Princip scheint daher flüchtig zu seyn, wogegendie purgirende Eigenschaft mehr in dem der Cytisine ähnlichen, in Wein-geist und Wasser auflöslichen Stoffe zu beruhen scheint. Auch wird daSPulver, welches niesenerregend ist, in Gaben zu 10—ra—zo Gran gegeben.

^ ^8pai-gAU8. Die Wurzel. Spargelwurzel.

^rs>»rggii5 oisicinslU Oinn. Gemeiner Spargel.

Abbild. Havns Arzn. Gew. Bd. Vlll. Taf. 29.

§^5t. sexual. LI. Vl. Orck. 1. klexatxlria lVIonog^nia.

Orü. nstural. suss. ^.rplioüoleae U. Lr.

Diese perennirende Pflanze wächst an bebauten Orten, aus Wiesen, be-sonders auch auf Salzboden wild; man baut sie auch häufig in Gärten.

Die Wurzel ist ein kriechender, schuppiger, walzenförmiger, ästiger,fleischiger, daumengroßer Lurzelftock, aus dem sich lange, einfache, fleischige.