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Der im Handel vorkommende Asphalt ist gemeinhin mit Pech vermischt,welche Verfälschung sich an der Auflöslichkeit des Pechs in Alkohol erkennenläßt. Er zeigt sich daher auch in seinen Eigenschaften verschieden, und istdeswegen, so wie auch das Oleum XspKslri, .fast ganz außer Gebrauchgekommen.
Die Aegypter brauchten den Asphalt unter dem Namen IVlumi» mlns-ralis zum Einbalsamiren (vergl. -ieillum p vro - lißnorum), wodurch die be-rühmten unzerstörbaren ägyptischen Mumien entstanden sind. Diese, frühergleichfalls im medicinischen Gebrauche, zeigen dieWirkungen des Asphalts,doch ist dabei nicht außer Acht zu lassen, daß die mit Farben bemalten Bin-den, in 'welchen die Mumien eingewickelt sich befinden, außer Eisen auchArsenik und Auripigment gezeigt haben.
Beim Baue von Babylon ist der Asphalt als Mörtel gebraucht wor-den, und auch in neueren Zeiten ist er nebst andern harzigen Stoffen zuWasserbauten u. dgl. als Bindemittel empfohlen worden.
^ ^8tl'a»alu8. Die Wurzel.
exrcspur Oinn. Der schaftlost TragaNth.
Abbild. Hayne Arzn. Gew. Bd. Vt. Taf. 12.rexusl. Ll. XVI!. Orck 4- Oi-xlelplii'a Oeoanclri-i.
Orck nslursl. Oegliminorae. Dribur: Totsae OL.
Der schastlose Traganth oder Zwergbocksdorn, eine ausdauernde Pflanze,wächst in bergigen und felsigen Gegenden, im Orient, in Ungarn, derSchweiz, auch in einigen Gegenden Deutschlands, z. B. in Thüringen.
Die Wprzel ist rund, einfach, allmälig dünner zugehend, von der Dickeeiner Federspule bis zu der eines kleinen Fingers, i — r Spannen lang,seitwärts in Fasern auslaufend, bloß gegen die Spitze zugetheilt, etwashöckerig, und mit einer dünnen dunkelbraunen Oberhaut bedeckt. Der Sten-gel fehlt, oder ist vielmehr so kurz, daß die Blätter auS der Wurzel zukommen scheinen. Die ungepaart gefiederten, spannenlangen, zottigen Blät-ter stehen auf der Erde in Büscheln beisammen und sind aus is —16 Paa°reu nngestielten, gegenüberstehenden, eiförmigen und stumpfen Blättchen zu-sammengesetzt. Die Blüthen sind gelb und stehen in Trauben, welche ausden Winkeln der Blätter sich erheben, und zur Blüthezeit einen kurzenBlütbenstiel haben, der sich während des Reifens der Frucht verlängert.Die Pflanze blüht im Mai und Juni.
Die sonst vfficinell? Wurzel hat unter der getrocknet runzligen, brau-nen Oberhaut eine weiße poröse und faserige Rinde, welche einen gelblichenholzigen Kern einschließt. Sie ist geruchlos und besitzt einen bitterlichen,schwach zusammenziehenden, schleimigen Geschmack, welcher in der braunenAbkochung davon zwischen dem Geschmacke von Bittersüß und Süßholz steht.Sie enthält Schleim, ein Harz, kohlens. und schwefelst Kalt und nachFuchs nicht wenig Baryt.