Buch 
1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
Entstehung
Seite
142
JPEG-Download
 

^urAntium

1^2

eingesalzen zur Bereitung des destillirten Wassers in den Apotheken auf-bewahrt. Nach den von Boullay cTrommsd. I. XIX. i. S. 86.) an-gestellten Versuchen enthalten die Pomeranzenblüthen, außer einem ätheri-schen Oele, welches als ihr wirksames Princip anzusehen ist, freie Essig-säure, viel essigsauren Kalk, gummige Theile, und bittern Ertractivstoff,von deni auch die gelbe Farbe abhängt, der in Weingeist, aber nicht inSchwefeläthbr auflöslich ist.

Von dem Pomeranzenbaume, der in seinem Vaterlande (China undden Inseln des indischen und des stillen Meeres) das ganze Jahr hindurchBlüthen und Früchte trägt/ bat man durch Cultur mehrere Abänderungenerhalten, wozu vorzüglich die Apfelsine, Sinaapfel, und der Bergamotten-baum gehören.

Dos Öel heil Blüthen; Neroliöl. Pome-ranzenblüthenöl.

Durch Destillation aus den Blüthen von Litrus -;ursntiumim südlichen Europa bereitet.

Ein ätherisches röthlichgelbes - wohlriechendes Oel. Spec-Nw. — v,di9.

tzm) Pfund frischer Blumen sollen kaum biNS Unze Oel geben, welcheseinen höchst lieblichen feinen Geruch haben soll- aber auch so höchst kostbarist, daß es wohl nur selten ganz ächt und rein vorkommen wird. Dasin den Apotheken unter diesem Namen vorhandene ist größtentheils Berga-wott'enöl, welches durch Digeriren mit den Blüthen mit ihrem Geruchsprin-cip geschwängert ist.

^ursniinm. Die Blätter. Pomeranzenblätter.

Die ovalen, langgespitzten, fast gesägten, unbehaarten Blättet,mit geflügeltem Blattstiel, der Flügel breiter, als bei den Blät-tern der Apfelsine und schmäler als bei den Blättern der Pampel-muß, von bitterlichem Geschmacke und angenehmem Gerüche.

Diese Blatter, welche auf der obern Fläche lebhaft glänzend grün, aufdek untern bleich mattgrün sind, zeigen gegen das Licht gehalten viele durch-sichtige Punkte, die nichts anderes, als mit Oel angefüllte Bläschen sind,und die vorzüglich deutlich in den frischen Blättern zu erkennen sind. Siesind am Grunde zu beiden Seiten mit herzförmigen Flügeln oder kleinenBlattansätzen (dem wesentlichen Unterscheidungszeichen von den Citrcnen-blättern) versehen, über denen sie leicht abgebrochen werden können. Zwischenden Fingern gerieben verbreiten vorzüglich die frischen Blätter den bekann-