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zu seyn scheint, den Namen Hesperidin erhalten hat. Es ist besondersin dem weißen schwammigen Marke der Früchte enthalten, und die Früchtevon Lilru, /tursnüum enthalten dasselbe so, daß man nur braucht mit ei-nem Messer darauf;» drücken, um das Hesperidin in Form eines weißenSaftes, wie den Milchsaft der Euphorbiaceen, ausfliesen zu lassen. Esfindet sich auch in den reifen Früchten. Durch Eintauchen der Früchte inAlkohol oder Essig setzt sich das Hesperidin nach einigen Monaten als einweiches stärkemehlartiges Pulver ab, doch dauert diese Operation zn lange.Kürzer ist folgendes Verfahren: Von den frischen Früchten wird der grüneTheil entfernt, und der innere als unnütz weggeworfen; den weißen Theilerschöpft man durch Wasser von 25 — zn ° C. Die braune bittere Flüssig-keit raucht man bis zu z ab, und nimmt die ausgeschiedenen Flocken vonEiweiß weg. Die in der Flüssigkeit enthaltene Aepfelsäure wird durchKalkwafser gesättigt, alles zur Syrnpsdicke abgerancht, und das Ertrackmit Alkohol von 4»" B. behandelt. Es entsteht ein starker Riederschlagvon Gummi, Eiweiß, äpfels. Kalke und brauner bitterer Materie. Diegeistige Flüssigkeit wird filtrirt und verdunstet, wodurch ein sehr bittereskörniges Crtract erhalten wird. Um das in diesem Ertract enthaltene Hes-veridin von der bittern Substanz zu trennen, braucht man das Ertract nurmit dem sofachen Gewichte destillirten Essigs oder auch mit Wasser umzu-schütten und hinzustellen, worauf sich das Hesperidin als Pulver abscheidet,welches sich nach und nach zu warzigen Gruppen vereinigt.
Das Hesperidin ist im reinen Zustande krystallinisch, weiß, glänzendlind geruchlos. Bei ins° §. schmilzt es zu einem durchscheinenden gelb-, lichen, dem Kopal ähnlichen, durch Reiben elektrisch werdenden Harze. Inkvcl-rndem Alkohol ist es leicht auflvslich, kalter nimmt davon nur Spurenauf; Wasser schlägt die geistige Auflösung nicht nieder. Kaltes Wasser zeigtkeine Wirkung darauf; 6W Th. kochendes Wasser lösen in Th. Hesperidinauf, von denen 6 durch Erkalten der Auflösung in seinen Krystallen sichabscheiden. Die geistige und wäßrige Auflösung wirken nicht auf Pflanzen-vigmente. Alkalien losen das Hesperidin aus, und machen es mit demWasser mischbar. Bettlerische und fette Oele scheinen weder in der Kältenoch in der Wärme darauf einzuwirken.
Die grünen Pomeranzen enthalten ngch der Analyse vonLebreton:ätherisches Oel; Schwefel: Chlorophyll; fette Materie; Hesperidin; einbitteres zusammenziehendes Princip, welches dem Tannin ähnlich ist, mitSpuren von Gallussäure; Citronenfäure; Aepfelsäure; äpfels. und citrsnens.Kalk und Kali; Gummi; Eiweißstoff; Faser; Mineralsalze;-Spuren vonEisen und Kieselerde. Die Asche der eingeäscherten Früchte bestand auskohlen-, salz- und schwefelsaurem Kali; Phosphors. Kalk, Eisenoxyd undKieselerde.
Das ^.'ste Ausziehungsmittel der unreifen Pomeranzen ist der Wein-geist, und daher werden sie auch am häufigsten in der Tinktur als magemstärkendes Mittel verordnet.
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