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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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154
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schwarzem Perubalsam, so entsteht eine seifenartige Mischung, doch wirdeine braune, schmierige Masse — Harz — abgeschieden.

Mit concentrirter Schwefelsäure entsteht eine beträchtliche Erhitzung,deren Größe von dem Verhältnisse der gegenseitig angewandten Quanti-täten abhängig ist, und es wird viel schweflige Säure entwickelt. DieMischung hat eine schön dunkel braunrothe Farbe angenommen, und derBalsam ist in eine künstliche gerbestoffartige Materie verwandelt worden.

Die concentrirte rauchende Salpetersäure läßt sich mit dem Perubal-sam ruhig vermischen, und die dabei entstehende Erhitzung ist weit ge-ringer, als bei der Mischung mit Schwefelsäure. Es entwickelt sichetwas Salpetergas, aber die weitere Einwirkung geht nur langsam vorsich; destillirt man aber das Gemisch, so erhalt das Destillat neben der mitübergegangenen Salpetersäure und salpetrigen Säure viel Benzoesäureund Blausäure. Im Rückstände befindet sich eine saure harzige Masse.

Die Beimischung von Zuckersyrup ist höchst unwahrscheinlich, dennso lange schwarzer'Perubalsam und Zuckersyrup mit einander gemengtsind, bilden sie eine trübe undurchsichtige Mischung, die im Aeußernvon schwarzem Perubalsam ganz abweicht, und beim ruhige» Stehentrennen sich beide bald wieder von einander.

Die Substiruirung eines Kunstgemisches aus Copaivabalsam, Ben-zol , Asphalt u. s. w., wenn es je vorkommen sollte, würde sich leichtverrathen durch das geringere sxec. Gewicht, da ein solches, statt unter-zusinken, auf dem Wasser schwimmen würde; auch würde bei Erhitzungder eigenthümliche Geruch des Coxaivabalsams sich leicht erkennen lassen;es würde, dem ächten Balsam zu gleichen Theilen oder in noch großen«Verhältnisse zugesetzt, den letzten: zersetzen rc.

Nach der Analyse von Stoltze bestehen 1000 Th. des schwarzenPerubalsams aus schwerlöslichem braunem Harze 24; leichtlöslichembraunem Harze 207; Perubalsamöl 6go; Benzoesäure 64; ertractarti-gcr Materie 6; Feuchtigkeit und Verlust 9.

Das schwerlösliche Harz, durch Absetzen aus der Auflösung des Pe-rubalsams in Weingeist von 75 Proc. erhalten, ist leicht zerreiblich, ge-ruch- und geschmacklos, schmilzt bei mäßiger Hitze unter Verbreitungeines nacb Benzoe riechenden Dampfes, und hinterläßt bei stärkerer Hitzeunter Zersetzung eine lockere Kohle. Es ist nur in wasserfreiem Weingei-ste bei Siedehitze löslich, und die erkaltete Lösung wird etwas milchig.Concentrirte Aetzlauge wirkt in der Kälte nur wenig darauf, in der Sie-dehitze aber löst sie es auf zur Harzseife. Das leichtlösliche Harz wurdedadurch gewonnen, daß der weingeistigen klaren Lösung, nachdem ihr zu-vor durch kohlensaure Natronlauge die Benzoesäure entzogen worden, undder unverändert abgeschiedene Balsam wieder in 75 Procent haltigemWeingeiste gelöst worden war,, durch Abdampfen der Weingeist entzogen,und der zurückbleibende Balsam mit seinem zwvlffachen Gewichte weißenBaumöls versetzt, und die Mischung etwas erwärmt wurde. Die in großer