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Menge ausgeschiedenen herzigen Flocken wurden durch ein Filter von demOele geschieden, welches mit hellgelber Farbe ablief. Das durch Auflösenin Weingeist von 75 Proc. gereinigte Harz ist von dunkelbrauner Farbe,in dünnen Flächen durchsichtig, geruch- und geschmacklos, schmilzt nochvor dem Siedepunkte des Wassers, wird bei stärkerer Hitze unter Ver-breitung grauer, brenzlich-harzig riechender Nebel zersetzt, und läßt einelockere Kohle zurück. Es ist in wasserfreiem und etwas gewässertem Wein-geiste (bis 70 Proc.) leicht löslich; mit Aetzkalilauge bildet es Harzseife.
Das Perubalsamöl wurde aus der Mischung mit Baumöl durchWeingeist von 75 Proc. geschieden. Dieses ist durchsichtig, von bräun-lichgelber Farbe, hat in gewöhnlicher Temperatur die Dicke eines Zucker-saftes, ein spec. Gewicht von 1,084, einen eigenthümlichen milden bal-samischen Geruch und Geschmack, macht auf Papier gestrichen einenFettfleck, trocknet an der Luft nicht aus, ist unlöslich im Wasser, undmischt sich in allen Verhältnissen mit absolutem Schwefeläther, wasser-freiem Weingeiste, Terpeuthinöl und weißem Baumöle. Von Weingeistvon 75 Proc. erfodert es 4 Theile zur Lösung; durch Aetzkalilauge ist esnicht leicht verseifbar, längere Zeit jedoch in der Siedehitze damit behandeltwird eine bräunlichweiße feste zerreibliche Seife gebildet. Doch zeigt sich beiZersetzung dieser Seife durch Säuren, daß das Oel nicht unzersetzt auf-genommen worden ist, sondern eine bedeutende Veränderung erlitten hat.
Die Benzoesäure wurde aus der Natronlauge durch Schwefelsäuregeschieden.
Die ertractartige Materie, aus der benzoösauren Natronlauge erhal-ten, hatte einen balsamischen Geschmack, löste sich leicht in Wasser undgewässertem Weingeiste, in absolutem Aether und in Oelen auf.
Der schwarze Peruvianische Balsam wird sowohl innerlich, mitEigelb abgerieben, oder in spirituösen Tincturen aufgelöst, als auchäußerlich gebraucht.
Von dem weißen Peruvianischen Balsam nimmt man, wie bereitserwähnt worden ist, an, daß er gleichfalls von IVl^rox^Ion peruiterui»Herstamme, und die Verschiedenheit beider Balsame durch die verschie-dene Gewinnungsweise zu erklären sey, indem der weiße Balsam durchEinschnitte in den Baum, aus welchen er ausfließt, der schwarze aberdurch Auskochen erhalten werde.
Ruiz, Sprengel und Humboldt kennen nur einen Balsambaum,welcher durch freiwilliges Ausfließen, seinem Standorte nach, den weißenPerubaljam und den Tolubalsam, durch Auskochen aber den schwarzen Pe-rubalsam liefere. Richard und Nees v. Eseubeck geben an, daß IVl^-rvx^Ion peruikerum den weißen Perubalsam, lVI. toluiierum aber den To-lubalsam durch Ausfließen liefere, daß aber beide Balsameeinander so ähn-lich seyen, daß sie auf keine Weise unterschieden werden können, und daßbeide nach dem Eintrocknen das Opodslssmum siooum geben. Zch besitzeeinen Balsam, unter dem Namen weißer Peruvianischer Balsam, welcher