Lalssinum l^oliitannm
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beinahe die Consistenz des venetischen Lerpenthins, eine röthlichgelbeFarbe und einen angenehmen Geruch hat, welcher jedoch sowohl von demdes schwarzen Perubalsams als dem des Opokslrsmum -iccuin verschie-den ist, und sich dem des flüssigen Storar anschließt, so daß ich, we-nigstens hinsichts des vor mir habenden Balsams, der Meinung Stol-tze's beistimme, daß wahrscheinlich der schwarze und der weiße Perubal-sam nicht von einem und demselben Baume herstammen, und daß auchder letztere von dem Tolubalsam verschieden sey.
Valssrnurn l'olutAnum. Tolubalsam.
Ein an der Luft erhärteter Saft des IVI^rox^Ioir toluifsrumkliolisi-st. 6l.
Ein trocknes Harz, zwischen den Fingern geknetet erweichend,von gelbbräunlicher Farbe, aromatischem Geschmacke und ben-zoöartigem Gerüche.
lVl^rorpermum toluiferum Kick.
Synon. Doluikera Lalramum I.INN.
lVk^rox^lon loluiferum Ik. L. kiuntli.
Abbild. Düsseld. Sammt. offlc.Pflnz. Lief. XV. Taf. 4.
Durch die (gfächrige, asaamige) Frucht einer fremden Pflanze, dieMiller als zu Doliriker« gehörig beschrieb, wurde man verleitet, M.toluikerum als eigene Gattung beizubehalten. Untersuchungen von Ri-chard haben gezeigt, daß beide Bäume einer Gattung angehören.
Der Tolubalsambaum ist ein hoher schöner Baum, der auf den hohenEbenen (Savannen) von Tolu bei Coropol und Villa Tecasuan im südli-chen Amerika in großer Menge wächst. Das ältere Holz hat eine dunkel- >rothe Farbe, ist fest und dauerhaft, und verbreitet einen sehr angenehmenrosenähnlichen Geruch. Die Blätter stehen, abwechselnd, und sind ungleich-gefiedert, aus 7 — 8 ebenfalls abwechselnd stehenden knrzgestielten Fieder-blättchen gebildet; diese sind eiförmig-länglich, mir einer.langvorgezogenenaber stumpfen Zuspitzung, und das am Ende des Blattstiels stehende Dlätt-chen ist größer, als die übrigen. (Blüthe und Frucht waren bei dem ein-zigen vorhandenen Eremplare in Humboldt's Herbarium nicht befindlich.)
Aus diesem Baume erhält man durch Einschnitte, die man in der hei-ßesten Tageszeit macht, den Tolubalsam, den man in Gefäßen auffängt.Frisch bat er die Dicke des Lerpenthins, eine schöne hellbraunröthlicheFarbe. Wir erhalten ihn gewöhnlich eingetrocknet in kleinen Kürbisschalenals eine bräunlichgelbe oder auch röthlichbraune spröde harzige Substanz vonsehr angenehmem, der Vanille und Benzoi- ähnlichem Gerüche, und einemschwach aromatischen etwas beißenden Geschmacke. Er führt dann den Na-men Opokslssinum Li'ccum , schmilzt in der Wärme sehr leicht, und läuftdann in eine Masse zusammen; schon mit den Fingern läßt er sich ein-