Lalsamum äe Necva 157
drücken und im Munde erweichen. Auf glühenden Kohlen verbreitet ereinen reinen angenehmen Geruch, und es läßt sich eine etwanige Ver-fälschung mit Terpentyin oder Geigenharz dadurch erkennen. In 6 Th.Alkohol ist er vollkommen auflöslich; er vermischt sich leicht mit äthe-rischen, schwerer mit ausgepreßten Oelen. Mit Wasser destillirt giebter wenig flüchtiges Oel, und ein Wasser, welches Oel und Benzoi-säureenthält; letztere sublimirt sich auch bei fortgesetzter Destillation. (Planchein Trommsd. 2- XVIII. l. S. 391.)
Dieser Gehalt an Benzoi-säure ist nach Trommsdorsf (N. I.II. 1. S. 8».) eben so bedeutend, wie bei der Benzoll selbst, und 100Th. bestehen aus: Harz 88; BenzvLs. 12, und flüchtigem Oele 0,2.
äs lVleoos, s. Oilesäens«. BüksstM VonMekka oder von Eilend.
Lslismoüenäron Oilesäenrs Knntli.
Spnon. Hm^rir Lilesäenrir et Opodslramnm Tinn. et »not.
Abbild. Düffeld. Sammt, offic. Pflnz. Lief. XVII. Taf. 14.
8^rk. rexusl. Ll. VlII. Orä. 1. OotsnäriL lVlonoA^nis.
Orü. nstursl. lerebintliscese.
Ein in Arabien, wahrscheinlich auch in Palästina einheimischer Baum,der eine mittlere Höhe erreicht, sparrig - ausgebreitete oder herabhängendeAeste mit aschgrauer, glatter Rinde ohne Dornen trägt. Die Blätter ste-hen abwechselnd, sind an den fruchtbaren Zweigen gedreit,an den unfrucht-baren gefiedert-fünfzählig; die Blättchen verkehrt-eiförmig, stumpf oderetwas spitzer; das unpaarige Blättchen oft ein wenig großer, als die übri-gen. Die unansehnlichen Blüthchen zweihäusig in den Brillen, oder aufkürzen rudimentairen Aestchen; Kelch glockenförmig, stumpf-vierzähnig;Krone aus 4 aufrechten, fleischigen, weißen Blumenblättern, In der männ-lichen Blume 8 Staubfäden; in den weiblichen ein eiförmiger Fruchtknotenmit einem kurzen dicken Griffel, und einer stumpfen viereckigen Narbe. DieFrucht ist eine trockne, braune, eiförmige Steinfrucht, die im Innern einkleines unausgebildetes, und ein größeres entwickeltes Fach zeigt. Die äu-ßere braune Schale der Steinfrucht enthalt einen balsamischen Saft, derden ganzen Baum durchgingt, so daß die jungen Aestchen durchgebrocheneinen balsamischen Geruch verbreiten.
Der Mekkabalsam, welcher zu den ältesten Arzneimitteln gehört, undschon lange vor Christi Geburt im Orient gebraucht worden ist, wird aufzweierlei Weise gewonnen: i) durch gemachte Einschnitte in den Stammund die Zweige, aus welchen er jedoch so sparsam ausfließt, daß aus je-dem Einschnitte täglich nur drei oder vier Tropfen quellen, und aus dembesten Baume nur is, höchstens 15 Quentchen gewonnen werden. Die-ser sehr kostbare Balsam kommt wohl nie, oder doch nur höchst selten inden Handel, weil er für den Großherrn und die Vornehmsten in Con-stantinopel aufgehoben wird. Der ganz ächte soll dünnflüssiger als Tcr-