Lasüicum
r6i
sauer ist, und auch nicht, weyn sie sehr stark concenkrirt ist. Die Ge-genwart eines Natronsalzes trägt in hohem Grade zu diesem üblen Um-stände bei. Hat die schwefelsaure Barpterde einmal diesen Zustand an-genommen , so hilft weder der Zusatz von Säure noch die Abdampfungder Masse zur Trockenheit und Wiederanflösung derselben etwas. DieSäure coagulirt wohl das Gemenge, sobald aber der Niederschlag aus-gewaschen werden soll, so geht er wieder durch das Papier.
In der Pharmacie wird der natürliche Schwerspat!) zur Darstellungmehrerer Barytsalze gebraucht. Man muß hiezu die Stücke aussuchen,welche vollkommen weiß, nicht mit Quarz und Metalltheilen verunreinigtsind, und an Säuren nichts Auflösliches abgeben. Damit er mürbe werdeund sich leichter pulvern lasse, glüht man ihn, und loscht ihn glühendin kaltem Wasser ab. Wird er mit Kohle geglüht- so wird die mit derBaryterde verbundene Schwefelsäure zersetzt, nämlich der Sauerstoff ihrund zugleich der Baryterde durch den Kohlenstoff entzogen, und Schwe-felbaryum gebildet. In strenger.Weißglühhihe schmilzt der Schwerspat!)zu einem weißen Email» Kohlensaure Alkalien entziehen ihm nur un-vollkommen die Schwefelsaure, und zersetzen ihn sowohl aijf trocknemals auf nassem Wege nur unvollständig»
Die Barytsalze wirken auf den Organismus höchst nachtheilig undgiftig ein, mit Ausnahme der schwefelsauren Baryterde, welche wegenihrer Unlöslichkeit keine solche Wirkung äußert, daher denn auch beietwanigen Vergiftungen durch Barytsalze ein schwefelsaures Salz, z. B.das Glaubersalz, das geeignetste Gegenmittel ist, durch welches nämlichder unschädliche Schwerspatb gebildet wird.
*Rasilioumt. Das Kraut. Basilienkraut.'
Ocnmum Lasilioum I-inn. Ein Sommergewachs Perfiensund Ostindiens, welches bei uns in Gärten gezogen wird.
Ein ästiges, bisweilen purpurröthliches Kraut, mit eiförmigenspitzigen, ganzrandigen oder sageförmigen, unbehaarten, punktirtenBlättern, einen sehr angenehmen Geruch verbreitend. Im MonatJuni einzusammeln.
Ocimum Lsrillcum Olnn. Gemeines Basilienkraut.
Abbild. Düffeld. Samml. offic. Pflnz. Lief. I. Taf. 17 .
8^5t. 5sxusl. 6). XIV. Orä. 1. Oick^uamia o^mnorpsrinks.
Orä. nstursl. IHnMe.
Von dieser einjährigen Pflanze giebt es in unsern Gärten durchCultur mehrere Varietäten, die sich durch die verschiedene Form derBlätter und die Farbe der Blumen von einander unterscheiden.
^ Die Wurzel ist hart, zaserig, und braun oder schwarz von Farbe. DerStengel ist aufrecht, ästig, iz Fuß hoch, und wie die ganze Pflanze ent-
Dulk's preup. Pharmak. I. .,