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reichlich niedergeschlagen, ätzendes Kali entwickelt einen starken widrigenGeruch, auf glühenden Kohlen bläht er sich auf, verbreitet stechende,scharfe und ammoniakalische Dünste, giebt bei der trocknen DestillationAmmoniak und empyreumatisches Oel, und hinterläßt eine außerordent-liche Menge Kohle, die alkalisch und zugleich nach Blausäure schmeckt,und deren Lauge Eisensalze reichlich zu Berkinerblau fällt. Wenn mannun auch annimmt, daß der Salpetergehalt zu diesem Erfolge mitge-wirkt habe, so hat doch auch die vegetabilische Materie beigetragen, undsie muß also viel Stickstoff und Wasserstoff enthalten. Durch dtrecte Ver-suche an einem Hunde überzeugte sich Vaugue l in, daß die narkotischenKräfte ausschließend in diesem Ertractivstoffe liegen.
Was der Alkohol nicht aufgenommen hatte, verhielt sich als eineeigenthümliche Modification des sogenannten gnmmigen Ertractivstvf-fes, verbunden mit saurem kleesauren Kali, schwefelst und etwas salzstKali. Dieser Extraktivstoff wird vom Galläxfelaufguffe reichlich nieder-geschlagen, weswegen ihn Vauquelin eine Art von thierisch-vegetabi-lischer Materie nennt, um so mehr, als er auch durch Salpetersäure inKleesäure und gelbe Substanz verwandelt wurde.
Der Saft der Belladonna enthielt demnach eine in Alkohol auffoslicheSubstanz, welche als das wirksame Princip angesehen werden müsse, einein Alkohol unauflösliche thierisch-vegetabilische Materie, freie Essigsaureund mehrere Salze mit kalischerGrundlage, nämlich viel salpetersaures,salzstmres, schwefelsaures, saures kleesaures und essigsaures Kali.
Das Ueberbleibsel der Belladonna, aus welcher man den Saft er-halten hatte, wurde ausgewaschen, getrocknet und verbrannt. DieÄftbebestand aus einer sehr großen Menge Kalk, welcher an Kleesäure gebun-den gewesen war, aus phosphorsaurem Kalk, Eisen und Kieftlerde.
Brandes (Schwergg. J.XXVIII. S. S. und Buchn. Repert. VIII.S, 289 . und IX. S. 40 ., auch Berl. Jahrb. XXIV. i. S- 128 .) zogdas trockne Kraut erst mit kaltem Wasser durch die Rommershausen'schePresse, dann mit kaltem, hierauf mit heißem Wasser aus. Dann wur-de es mit Wasser ausgekocht, und zuletzt noch mit Salzsäure und Aetz-kalilauge behandelt.
Nach dieser Analyse enthalten 2000 Th. Blatter der Belladonna: sau-res äpfelsaures Atrvxium 30,25; klees. Kali 12,00; äpftlst Kali und Kalk,salpeterst und salzst Kali, Spuren von klees, Kali und äpftlst Atropiurn5 , 5 tz; äpftlst Talkerde mit Spuren von klees. Kalk s,no; klees. Kalk mitPhosphors. Kalk und Talk 104,75; äpftlst Kalk 12,00; salpeterst Kali 6,00;salzst Kasi 4 ,oo; schwefelst Kali s,oo; Pseudvtvrm mit einigen der obigenSalze Z2i,00; Phytemnacolla (Pflanzenleim, thierisch-vegetabilische Ma-terie) iZ 8 ,oo; Eiweißstoff sz,ov; verhärtete» Eiweißstoff 120,00; Chlo-rophyll (Blattgrün, harziges Blattgrün, Pflanzenwachs, grünes Satzmehl,der färbende Stoff der grünen Pflanzentheile) 116 , 75 ; Wachs I 4 ,o»;