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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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166
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Ükllüäonir«

Gummi 1 S 6 ,S»; Stärkemehl mit Phosphors, und klees. Kali 2Z,o; Faser274,0; Feuchtigkeit Z10.0; Verlust Z 6 ,rz. 8 . 2000.

Pseudotorin (falschen Giftstoff) nennt Brandes den viel Stickstoffenthaltenden narkotischen Crtractivstoff Vauquelin's, welcher sich inWeingeist und Wasser löst, durch siedendes Wasser nicht gerinnt, durchGalläpfeltinctur gefällt wird, und eine große Anziehung zu den Basen derMetallsalze besitzt. Die etwanigen giftigen Eigenschaften desselben schreibtBrandes einem Rückhalte von Atropium, dem ausschließenden Sitze desNarkotismus, zu. Um dieses Atropium zu gewinnen, wird nach B r a n d e sder mit Hülfe der Lustpreffe erhaltene gesättigte wäßrige Auszug der ge-trockneten Blätter mit Schwefelsäure versetzt, um Eiweißstoff und anderegerinnbare Pflanzensubstanzen zu entfernen, dann Kaliauflösung im Ueber,schusse hinzugesetzt, und der so erhaltene Niederfchlag von Atropium durchwiederholtes Auflösen in Säuren und Abtrennen durch Laugensalze gereinigt.Es hat dann folgende Eigenschaften: es erscheint in langen, glänzenden,nadelförmigen, durchsichtigen Krystallen (aus der erkalteten geistigen Auflö-sung abgeschieden), theils auch in wachsähnlichen Flocken, oder in gallert-artiger Form durch Ammoniak niedergeschlagen, im reinsten Zustande blen-dendweiß, sonst gelblich weiß; es ist geschmacklos, in kaltem Wasser fastunauflöslich, eben so in kaltem Alkohol, in kochendem in viel geringeremGrade als das Morphium auflösljch; auch in Aether und Terpenthinol un-auflöslich. Das Atropium scheint alkalisch zu reagiren; mit den Säurenbildet es krystallinische Verbindungen, ohne sie jedoch völlig zu Neutralismen.Der Geschmack derselben scheint nicht bitter, sondern mehr salzig zu seyn.In der Hitze wird das Atropium zerstört, wird schwarz und verbrennt unterEntwickelung eines empyreumatischen Geruchs und Hinterlassung von Kohle.Beim Zusammenreiben desAtropiums mitAetzkali wirdAmmoniak entwickelt.

Den von Brandes angestellten Versuchen zufolge scheint eS wohlkeinem Zweifel unterworfen zu seyn, daß in dem Atropium die narko-tische Kraft der Belladonna ihren Sitz hat.

Runge (Neueste phytochemische Entdeckungen S- 120.) schlägt diewäßrige Abkochung der Blätter mit Bleizucker nieder, entfernt das Bleiaus der Flüssigkeit vermittelst Schwefelsäure und zuletzt durch Schwefel-wafferstoffgas, raucht zur Ertractdicke ab, und behandelt dieses mit demzwanzigfachen Gewichte Weingeist, welcher eine große Menge von brau-ner Materie daraus niederschlägt. Der Weingeist wird abdestillirt, undder Rückstand nachmals mit einem Gemische von einem Theile Aetherund 4 Theilen starken Weingeistes behandelt, wodurch wiederum einedunkelbraune Materie gefällt wird. Die klare Flüssigkeit wird abermalsder Destillation unterworfen, und der Rückstand mit ZO Th. Wasserverdünnt. Die Lösung hat eine hellgelbe Farbe, und ein einziger Tro-pfen derselben reichte hin, um bei einer Katze eine 20 Stunden langdauernde Erweiterung der Pupille hervorzubringen.

Die narkotische Base kann von den Säuren und andern anhängenden