Lellscionna
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Materien durch reine Bittererde getrennt werden, welche nichAerstörend aufdieselve wirkt, wogegen die ätzenden Alkalien und Kalkmilch sie zerstören.Da aber die geglühte Bittererde wegen ihres Cohäsionszustandes nur sehrlangsam auf die Pflanzensäfte einwirkt, so verschaffte sich Runge die Bit-tererde im rwdratzMande, indem er eine Lösung des reinen (ätzenden) Kalismit schwefelsaurer "Bittererde in der Art versetzte, daß dke letztere vorstach.Der wäßrige Auszug der Blätter wird n,it dieser Mischung, die Bitter-erdehydrat, schwefelsaure Bittererde und schwefelsaures Kali enthält, gemischtund bei lebhaftem Feuer zur Trockne verdampft. Der Rückstand wirdgepulvert und mit sehr starkem Alkohol digerirt. Die hellgelbe Losunghinterläßt nach dem freiwilligen Verdunsten eine krystallinische Masse,welche das gerathete Lackmuspapier schwach bläuet, sich in Wasser löset, unddie Pupille nngemein erweitert. Die Verbindungen dieser Materie mitSchwefel, Salz-, Salpetersäure zeigen auf das Auge dieselbe Wirkung.
Pe schier (Trsmmsd. N. 3- V. S. 8S.) erhielt; durch Zerlegungder weingeistigen und wäßrigen Auszüge des Ertracts mit essigsauremBleioxyd ein Alkaloid, welches in Wasser und Weingeist auflöslich war,eine gewisse Menge Feuchtigkeit anzog, die bloß fähig war, es eine ho-nigartige Consistenz annehmen zu lassen, in welcher es langsam eine körnigeund krystallinische Gestalt annahm, in der sich langsam Haufen von ziem-lich großen Krystallen entwickelten. In diesem Zustande war es klebrig,hatte eine schwache Capacität sich die Säuren, verband sich mit ihnen unterHervorbcingung eines schwachen Aufbrausend, und bildete krpstallisirbareSalze. Auch will Peschier durch Zersetzung des durch Barytsalze in derAbkochung der Blätter des Lollkrautes erhaltenen Niederschlages eineeigenthümliche flüssige sehr saure Säure (Atropiumsäure) erhalten haben.
Die Belladonnablätter werden in Pulverform, oder im Ertract in-nerlich und äußerlich zu Kataplasmen , Klystieren u. s. w. gegeben; sievertragen aber kein starkes Kochen, sondern müssen nur mit heißemWasser übergössen werden.
Die Wurzel der Belladonna ist schmutziggelb, oft röthlichbraun,mit Querrmizeln versehen, im getrockneten Zustande hark > beinahe weißund ohne Geruch.
Der wäßrige Auszug der Wurzel wird durch Galläpfeltinctur reich-lich niedergeschlagen, eben so durch essigsaures Blei, orydulirtes undorydirtes Quecksilber; die Farbe der Cisenauflvsuugen wird nicht geändert.
Die Belladonna hat mit mehreren narkotischen Pflanzen die Eigenschaftgemein, die Pupille des Auges zu erweitern, daher sie von den Aerzten beiStaaroperationen, und zwar im Ertract, gebraucht wird. Da die Wir-kung sicherer wird, wenn nur das wirksame Princip der Belladonna zurAnwendung gezogen werden kann, die Bereitung der Alkaloide aber zu kost-spielig ist, auch die Darstellung nicht allgemein gelingen will, so hatBuchnervorgeschlagen, Ertracte, die den Waloiden an Wirksamkeit nicht nachstehenmöchten, dadurch zu bereiten, daß man entweder die Substanz mit kaltem