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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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168
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Wasser auszieht, abdampft, das Ertract mit Weingeist digerirt, und dieTinctur zum Ertract abdampft, oder daß man die Substanz mit Wein-geist auszieht, das Ertract mit kaltem Wasser behandelt, und wiederabdampft. Das auf diese Weist aus dem Kraute bereitete Ertract war langenicht st wirksam, als das aus der Wurzel; am kräftigsten zeigte sich aberdas aus den Saamen bereitete, doch scheint, es etwas reizend zu seyn.Auch enthalten die. Saamen nach B u ch n e r mehr Atropin, als die Wur-zeln, wenigstens läßt es sich nach ihm daraus in reichlichster Menge abschei-den. Die Saamenkerne dieser Giftpflanze werden in verschiedenen Gegendender würtembergischen Alp und Oberschwabens, wo diese Pflanze häufig wildvorkommt, auf Oel benutzt. Dieses wird in diesen Gegenden nicht nur alsBrennst und zu Oelfarbe, sondern in geklärtem, reinem Zustande auch alsSpeiseöl angewandt. Das Oel ist klar, goldgelb, mild schmeckend, ohnebemerkbaren Geruch; sein stec. Gew. bei st- 12b R. ist v,925v ; an derLust ist es langsam trocknend; in der Kälte erstarrt es, und bildet bei— 22° R. eine feste, gelblichweiße Masse. Die Bereitung dieses Oels inden Oelmühlen erstdert aber Vorsicht, indem die beim Oelschlagen ent-weichenden Dämpfe auf die Arbeiter leicht betäubend wirken. In denOelkuchen bleibt der narkotische Theil der Saamen grvßtentheils zurück, unddiese dürfen daher nicht wie andere Oelkuchen als Viehfutter benutzt werden.

Die Eigenschaft, die Pupille zu erweitern, ist für Belladonna undfür sehr viele Species von und OaMra so charakteristisch,

daß Runge in Fällen von Vergiftungen mit diesen Stoffen vorschlägt,etwas von der zu untersuchenden Flüssigkeit in das eine Auge einer Katzezubringen, und dasselbe dann mit dem andern zu vergleichen. ^z^ManErtract von Belladonna in der Flüssigkeit zeigt schon deutliche Wirkung.

Die Belladonnenwurzel, die in Pulverform nicht in großer Mengevorräthig gehalten werden muß , weil sie sonst unwirksam wird., wasauch später bei der ganzen eintrifft, wird gegen den tollen Hundsbiß inziemlich starken Dosen gegeben, auch. im Krebs, im Staar, gegen Keuch-husten, in der Epilepsie und im Wahnsinn. Ein unmäßiger Gebrauchaber wird sicher nachtheilige Folgen nach sich ziehen, und Zeichen einersolchen Vergiftung sind Schwindel., Zittern, Schläfrigkeit, erweitertePupille, lustiger Wahnsinn ic., und Wendt äußert die Vermuthung,daß die nach dem Bisse eines Hundes, und dem darauf erfolgten über-mäßigen Gebrauche der Belladonna entstandene Wasserscheu bisweilenein Kunstproduct der Tollkirsche gewesen sepn könne.

Gegenmittel sind Brechmittel, Blutentziehungen, vegetabilische Sau-ren , Essigklystiere und ableitende scharfe Fußbäder.

Lsnsoe 86U H.sa Zulois. Benzoeharz. WohlriechenderAsand.

Der an der Luft eingedickte Saft von 3tz-rsxlleirrov Ilr^an-