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aschgrauen Rinde bedeckt. Das Holz ist von gelber Farbe. An demGrunde jeder Knospe und jedes Astes befinden sich zuweilen einer, ge-wöhnlich drei sehr feine, gerade, ungleich große, sehr spitzige Stacheln,die nichts anderes, als fehlgeschlagene Blätter sind. Die Blätter sindbüschelförmig, auf kurzen Aestcben zusammengedrängt, in den Winkelnder zu Stacheln verwandelten Blätter, verkehrt eiförmig,' kurz gestielt,stumpf, gewimpert, gezähnt, auf beiden Seiten glatt und oben graugrün,unten aber matt, wie bestäubt. Die Blüthen sind gelb, von einem an-genehmen Gerüche, und bilden an der Spitze der kurzen Zweige zwischenden Blättern seitwärts hängende, einfache, längliche Trauben. Jede Blütheist mit einem besondern Stiele und einem kleinen, schuppenartigen Deck-blatte versehen. Der Kelch ist grüugelblich, abfallend und besteht aus sechseiförmigen Blättchen. Die Blumenkrone besteht aus sechs eiförmigen, ver-tieften, aufrecht-abstehenden Blumenblättern, welche kaum langer sind, alsder Kelch, und am Grunde zwei rundliche, gefärbte Honigdrüsen haben. Diesechs Staubfäden sind etwas kürzer, als die Blumenblätter, im Blumenbo-den eingefügt, und besitzen eine große Reizbarkeit, so daß sich bei geringerBerührung die Staubbeutel, deren zwei an jedem Faden befindlich sind, mitHeftigkeit an die Narbe legen, und den Blumenstaub fahren lassen. DerFruchtknoten ist länglich, fast walzenförmig, und endigt in einer dicken,scheibenförmigen Narbe. Die Frucht ist eine rothe, stumpfe, einfächrige,anfangs grüne, zur Zeit der Reife rothe, oben mit einem schwarzenPunkte versehene Beere, welche 2 — Z längliche stumpfe Saamen enthält.
Die Berberize blüht im Mai und Juni, big Früchte reifen imSeptember und October.
Das Fleisch der vsficinellen Beere besitzt einen angenehm sauren,etwas zusammenziehenden Geschmack, und färbt den Speichel roth.Durchs Ausziehen der zerquetschten Beeren wird der Saft gewonnen, derzu erfrischenden Getränken dient. Soll dieser aufbewahrt werden, somuß man ihn erst durch ruhiges Stehenlassen ganz klar und hell werdenlassen, dann behutsam abgießen, aufkochen, durchseihen, und auf glä-serne Bouteillen füllen, die fest verstopft und umgelegt werden. DieserSaft, der zur Bereitung des Berberizensyrups gebraucht wird, enthältfast keine Citronensäure, dagegen viel Aepfelsäure.
Von dieser Pflanze sind ehedem Wurzel, Rinde und Saamen inGebrauche gewesen.
Ueber die Wurzel und den in derselben enthaltenen, der Benutzungwerthen, gelben Farbestoff findet man eine lesenswerthe Abhandlung vonBrandes im XI. Bande des Archivs des AporhekervcreinS im nörd-lichen Deutschland.
LerAAnioitas olenm. Bergstmottöl.
Ein Präparat technischer Wcrkstätte aus den Früchten einer
Varietät von Litous ^urantluin.