Lorax
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Quellen damit geschwängert sey. Diese borarsäurehaltige Erde wird ver-mittelst des heißen Wassers der Quellen ausgelaugt, und die Lauge biszum Krystallisakionspunkte abgedampft, woraus dann die Säure in kleinengraulichen Blättern anschießt. Diese rohe Borarsäure wird größtentbeilsnach Frankreich eingeführt und in dortigen Fabriken mit kohlensauremNatron, bis zum Ueberschuffe des letztem, in der Hitze gesättigt. Umdie im Handel beliebten großen und gut ausgebildeten Krystalle zu erhal-ten, ist nothwendig, das Verhältniß dieses Ueberschusses gut zu treffen,und demnächst die Krystallisation recht langsam und regelmäßig vor sichgehen zu lassen. Gewöhnlich läßt man den Borar zweimal kcystallisi-ren, und zwar das letztem«! in großen Massen, weil hier sich größereKrystalle bilden.
Der gereinigte Borar bildet ziemlich große, weiße, feste, halbdnrch-sichtige, glänzende Krystalle, die nur selten reguläre sechsseitige Säulenmit zwei breiten und vier schmälern Seitenflächen und dreiseitigen pyra-midalen Endspitzen darstellen, und einen glänzenden, flachmnschligenBruch haben. Er hat einen milden, süßlichen, nachher laugenhast bit-tern Geschmack, wird an der Luft mit der Zeit unscheinbar, und an derOberfläche mehlig, bedarf bei mittlerer Temperatur zwölf, in der Siede-hitze zwei Theile Wasser zu seiner Auflösung, und ist im Alkohol ganzunauflöslich. Er färbt den Veilchensaft grün. Aus der Auflösung desBvrar wird die Borsäure durch Schwefel-, Salpeter- oder Salzsäurein glänzenden Blättchen ausgeschieden. In der Hitze wird er erst flüssig,bläht sich dann auf, und liefert eine leichte, lockere Masse, gebrannterBorar, der sein Krpstallisationswaffer verloren hat. Bei einem nochstärkeren Feuersgrade fließt er zu einem durchsichtigen Glase.
Eine Varietät des gewöhnlichen Bvrar wird erhalten (Dingler'sPvlytechii. 2- XXIX. S. 128.; Buchn. Repert. XXV. S. 551.), wennman Bvrar bei ino° C. in solcher Menge Wasser auflöst, daß die Flüs-sigkeit ein spec. Gew. von 1,216 zeigt. Wenn die Temperatur bis zu73° C. herabgesunken ist, so scheiden sich oktaedrische Krystalle aus, unddieses geht fort bis zu 56 ° C., wo die Mutterlauge nur prismatischeKrystalle giebt, weshalb die Flüssigkeit in diesem Zeitpunkte von denKrystallen getrennt werden muß. Dieser Borar ist dichter und härterals der gewöhnliche, und zerklüftet sich nickt wie dieser durch einenLemperaturwechsel von >5°; er enthält nur halb so vielKrystallisatrons-waffer als der gewöhnliche Borar.
Der wafferleere Bvrar besteht nach der Analyse von Arfvedson imisten Versuch aus zc>,8, im rten aus z>,4 Natron, und aus 6g,2-68,8Borsäure; er ist demnach zusammengesetzt aus i At. Natron (—596,89?) und1 At. Borsäure (— 87t,g66), erhält also die Zahl A — 1262,665,woraus durch Rechnung gefunden werden: Natron 50,g;; Borsäure 69,05.Der vktaedrisch krystallisirte Borar ist dz'ü R -s- Ü— 1825,258, und be-steht hiernach aus: Natron 21,41; Borsäure 47,78; Wasser 5»,81. Der